Goldener Herbst für den Festplattenmarkt erwartet

15. Juni 2011, 11:37
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Nach dem Milliarden-Übernahmepoker im Frühjahr 2011 sind von den einst 80 Festplattenherstellern nur noch drei grosse Player geblieben: Western Digital und Seagate, jeweils gestärkt durch Hitachi Global Storage respektive Samsungs ehemalige HDD-Sparte, sowie die Festplatten-Division von Toshiba.

Nach dem Milliarden-Übernahmepoker im Frühjahr 2011 sind von den einst 80 Festplattenherstellern nur noch drei grosse Player geblieben: Western Digital und Seagate, jeweils gestärkt durch Hitachi Global Storage respektive Samsungs ehemalige HDD-Sparte, sowie die Festplatten-Division von Toshiba. Aber es gibt auch noch einige Komponentenlieferanten wie etwa Min Aik Technology aus Taiwan, unter anderem Hersteller von Piezoaktoren (Antrieb für den Schreib-/Lesekopf) und Gehäusen für externe Festplatten. Dieser geht aufgrund der aktuellen Auftragszahlen für den Festplattenweltmarkt im dritten Quartal 2011 von einem Quartalszuwachs von 15 bis 20 Prozent aus. Das Jahreswachstum soll aber schwächer ausfallen als 2010, weshalb Min Aik 2011 nur mit einem Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent rechnet, berichtet Taiwans Online-Newsservice 'Digitimes'.
Western Digital und Hitachi Global Storage sind die grössten Kunden des Komponentenherstellers, zum kleinen Teil beliefert er auch Seagate. Das Unternehmen räumt ein, dass das Erdbeben in Japan vom März 2011 eine Komponentenkrise in der vorgelagerten HDD-Industrie zur Folge hatte, gibt jedoch an, dass dies nicht die Orderzahlen durch die Grosskunden beeinträchtigt habe. Dennoch sieht Min Aik fürs zweite Quartal 2011 nur ein sequenzielles Wachstum von fünf bis zehn Prozent voraus, was vor allem mit der allgemeinen saisonalen Schwäche zu erklären sei. Trotz einer ungewöhnlich grossen Nachfrage aus Schwellenländern Asiens in den ersten Monaten 2011 trüben Cloud-Computing und der Run auf Tablet-PCs die Aussichten für den Festplattenmarkt. Deshalb sind trotz der lange erwarteten und Ende 2010 bereits angelaufenen Replacement-Welle in den Unternehmen offenbar nicht mehr die Wachstumsraten drin wie in der Vergangenheit. (kh)

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