Googles Forschungslabor hat eine autonom funktionierende, elektrisch angetriebene Lieferdrohne entwickelt.
Der Film, den Google gestern
auf Youtube veröffentlicht hat, ist faszinierend. Ein Bauer - irgendwo im australischen Outback - bestellt per Telefon Hundesnacks, Schleckwaren, Impfstoff für Vieh und ein bisschen Wasser. Geliefert wird die Ware mittels einer autonomen Drohne. Das Gerät scheint weit entwickelt, man sieht im Filmchen von Google eine ganze Reihe von startbereiten etwa 1,5 Meter breiten Nurflügel-Flugzeugen. Am Boden sitzen die senkrecht startenden Geräte auf ihrem Heck.
Googles Logistik-Drohnen landen zwecks Lieferung von Waren nicht, sondern lassen eine kleine Schachtel an einem Draht an den Boden. Die Schachtel wird dann ausgeklinkt und der Draht wieder zur schwebenden Drohne hochgezogen. Man habe auch Tests mit dem Abwurf der Ware an einem Fallschirm gemacht, doch sei dieses System zu wenig präzise gewesen, erzählte ein Google-Forscher einer US-Zeitung. Google will die Drohnen vor allem aus Sicherheitsgründen nicht landen lassen, da die rotierenden Propeller natürlich gefährlich sind.
Angetrieben wird die vom firmeneigenen Forschungslabor Google X entwickelte Drohne von vier Elektromotoren. Sie soll ihr Ziel autonom in einer Höhe von etwa 40 bis 60 Meter anfliegen. Bei der Wahl der Route soll sie verschiedene Parameter wie Lärmvorschriften und Privatgrund beachten können. Die Lieferung erfolgt gemäss Google sehr präzise auf Flächen von der Grösse einer (amerikanischen) Treppenstufe.
Google hat im "Projekt Wing" offenbar auch eine weitere, viel grössere Drohne entwickelt, die länger in der Luft bleiben kann. Viele weitere Technologie-Konzerne (aber auch
Universtitäten wie die ETH (hc)
(Bilder: Screenshots von Veröffentlichungen von Google X)