Greenpeace kritisiert Cloud-Anbieter

18. April 2012 um 15:25
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Die Umweltorganisation Greenpeace hat in der Studie "How Clean is Your Cloud?" die Energieeffizienz der Rechenzentren von IT-Unternehmen evaluiert. Wenig überraschend sind Unternehmen wie Apple und Oracle die grössten Umweltverschmutzer.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat in der Studie "How Clean is Your Cloud?" die Energieeffizienz der Rechenzentren von IT-Unternehmen evaluiert. Wenig überraschend sind Unternehmen wie Apple und Oracle die grössten Umweltverschmutzer. Sie sollen ihren Strom für die Cloud grösstenteils aus umweltbelastenden Energiequellen wie Kohle- und Atomkraftwerken beziehen. Apple führt dabei mit 82,9 Prozent "dreckiger" Energie vor Oracle (65,9 Prozent), Microsoft (65,3 Prozent) und Salesforce (64,9 Prozent).
Am besten weggekommen sind Unternehmen wie Dell (26,5 Prozent), Yahoo (34,9 Prozent) und Google (44 Prozent). Laut der Studie hat sich Facebook inzwischen verpflichtet, die eigene Plattform mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Der erste Schritt dazu ist das neue Rechenzentrum in Schweden, das komplett mit erneuerbaren Energien läuft.
Greenpeace fordert nun die IT-Unternehmen auf, ihre Clouds mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Zudem sollen sie ihren Energiehaushalt offenlegen. Die Umweltorganisation hat eine Online-Petition lanciert, um den Umweltsündern den Wunsch nach sauberer Energie zu übermitteln.
Apple dementiert
Amazon und Apple haben laut Greenpeace genauere Angaben zu ihrem Stromverbrauch verweigert. Beide Unternehmen haben die geschätzten Zahlen erhalten und wiesen diese zugleich zurück. Apple erklärte, dass der geschätzte Engergiebedarf des Rechenzentrums in North Carolina von 100 Megawatt weit verfehlt sei. Tatsächlich läge der Verbrauch "nur" bei 20 Megawatt. Ebenfalls soll dieses RZ in Zukunft mit mehr als 60 Prozent erneuerbarer Energie ausgestattet werden. (lvb)

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