Harddisk-Hersteller WD ist wieder obenauf

28. August 2012, 12:50
  • international
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Die weitreichende Überschwemmung Thailands hat im Herbst 2011 die weltweite Festplatten-Produktion stark in Mitleidenschaft gezogen, weil ein Grossteil der Produktionskapazitäten in das fernöstliche Königreich verlagert worden war.

Die weitreichende Überschwemmung Thailands hat im Herbst 2011 die weltweite Festplatten-Produktion stark in Mitleidenschaft gezogen, weil ein Grossteil der Produktionskapazitäten in das fernöstliche Königreich verlagert worden war. Western Digital (WD) hat deshalb Ende 2011 vorübergehend die Harddisk-Krone an Seagate abgeben müssen.
Mittlerweile konnte sich WD nach komplettem Wiederherstellen der von den Thai-Fluten stark beeinträchtigten Produktionskapazitäten wieder deutlich an die Spitze setzen, sagen die Analysten von IHS iSuppli. Ihren Zahlen zufolge kam WD im zweiten Quartal 2012 auf 71 Millionen HD-Lieferungen und einen Marktanteil von 45 Prozent gegenüber 65,9 Millionen Stück oder 42 Prozent Marktanteil auf Seiten Seagates.
Beide Unternehmen konnten aufgrund der anhaltend hohen Preise mit 4,8 und 4,5 Milliarden Dollar in dem Quartal neue Rekordumsätze für sich verbuchen. Toshiba als einzig verbliebener Dritter im Bunde lag mit 20,1 Millionen HD-Lieferungen oder einem Weltmarktanteil von 13 Prozent im Zeitraum April bis Juni 2012 weit hinter den beiden Marktführern.
WD konnte im Vergleich zum ersten Quartal bei den Stückzahlen um 10,1 Prozent zulegen, Seagate um 7,9 Prozent. Insgesamt wurden im zweiten Quartal mit Festplatten laut IHS iSuppli 10,3 Milliarden Dollar umgesetzt nach 9,6 Milliarden Dollar im ersten Quartal.
Die anhaltend hohen HD-Preise bescheren WD und Seagate traumhafte Bruttomargen. Die von Seagate ist zwar im zweiten Quartal 2012 von 37 auf 33 Prozent gefallen, lag aber immer noch weit höher als die 19,3 Prozent vor den Thai-Fluten, die für die Verbraucher und Grosskunden zum Teil stark steigende Preise zur Folge hatte. WDs Bruttomarge ist im Quartalsvergleich um einen Prozentpunkt auf 31 Prozent ebenfalls leicht gefallen, war aber ebenfalls deutlich höher als die Vorflut-Rekordmarke von 26,2 Prozent im vierten Quartal 2009. Den leichten Margenschwund zur Jahresmitte hin führt IHS iSuppli auf einen erneuten Preisdruck in den letzten drei Wochen des zweiten Quartals zurück.
Für Toshiba verblieb im zweiten Quartal nur ein Umsatz von rund 1,1 Milliarden Dollar. Gepaart mit dem leichten Absatzrückgang wirft das die Frage auf, wie lange der japanische Hersteller noch mit den beiden marktdominatoren kämpfen will, nachdem Hitachi Global Storage Technology (HGST) im März 2012 unter die Fittiche von WD geschlüpft ist und Seagate vier Monate zuvor die HD-Sparte von Samsung übernommen hatte. (kh)

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