Hohe Nachfrage nach neutralen Rechenzentren

23. Oktober 2009, 15:08
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Carrier-neutrale Rechenzentrums-Dienstleistungen werden zum Milliardenbusiness.

Carrier-neutrale Rechenzentrums-Dienstleistungen werden zum Milliardenbusiness.
Der US-Marktforscher IDC hat im Auftrag des paneuropäischen Rechenzentrum-Betreibers Interxion den Markt für "neutrale", das heisst nicht einem Telekommunikationsanbieter gehörenden, Rechenzentren in Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden und Frankreich untersucht.
IDC schätzt, dass die Nachfrage nach Platz (und vor allem Energie!) in den genannten Ländern jährlich um 23 Prozent steigen wird. Der Markt in den grossen Ländern Europas wird damit von 725 Millionen Euro bis 2013 auf zwei Milliarden Euro wachsen. Der RZ-Boom dürfte auch nicht so schnell vorbei sein, denn 95 Prozent der Unternehmen betreiben heute noch eigene Rechenzentren. Dies führt zu hohen Investitionskosten (man rechnet mit Kosten von ungefähr 10'000 Franken pro Quadratmeter) und grossen, ungeteilten Aufwänden für die Sicherheit. Zudem glaubt ein Viertel der 400 von IDC Befragten, dass die Mitarbeitenden in externen Rechenzentren besser ausgebildet seien als die eigenen.
Angetrieben wird die wachsende Nachfrage nach RZ-Fläche und Stromversorgung auch dadurch, dass das Internet ein immer wichtigerer Verbreitungskanal für digitale Inhalte, wie etwa IPTV (Internet-Fernsehen) ist. Auch Web-2.0-Anwendungen wie Facebook verlangen nach hochverfügbaren Rechenzentren.
Experten sehen ähnliche Wachstumsraten im Schweizer Markt für Carrier-neutrale Rechenzentren, wo zur Zeit eine Art Goldgräberstimmung herrscht. Lesen Sie dazu auch den immer noch aktuellen Artikel von Anfang September. Housing-Business im Schweinezyklus? (hc)
(Dank an Fredy Künzler für den Hinweis (siehe Kommentar unten) auf unseren - unterdessen korrigierten - Fehler. Es war ein Tippfehler.)

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