HP-Verwaltungsratsaffäre: Auch US-Regierung mischt sich ein

12. September 2006, 08:28
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Seit gestern interessiert sich nun offiziell auch die US-Regierung für die Schnüffelaffäre im HP-Verwaltungsrat. Einerseits hat ein in Kalifornien stationierter Bundestaatsanwalt bekannt gegeben dass das Justizdepartement und das FBI die Vorgänge unter die Lupe nehmen wollen, und andererseits verlangt nun auch ein Komitee des Repräsentantenhauses Aufklärung von HP über die Vorgänge.
Damit steigt auch der Druck auf den HP-Verwaltungsrat, möglicherweise ein Bauernopfer zu machen und personelle Konsequenzen zu ziehen. Heute soll eine VR-Sitzung weitergeführt werden, in der möglicherweise entschieden wird, ob die VR-Präsidentin Patricia Dunn um den Rücktritt gebeten werden soll.
Kompliziert wird die Sache dadurch dass die bei der Bespitzelung der HP-Verwaltungsräte angewendete Metzhode des "Pretexting" – man ruft bei einer Telefongesellschaft an und behauptet, eine bestimmte Person zu sein, um an die Gesprächlisten dieser Person heranzukommen – zwar in Kalifornien aber nicht in allen US-Bundesstaaten illegal ist. Auf Bundesebene scheint die rechtliche Situation unklar. Eine Gesetzesvorlage, welche "Pretexting" klar strafbar machen soll, wurde zwar bereits eingereicht, hängt aber noch im Senat fest. (hjm)

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