Luzern zieht Lehren aus problematischen IT-Projekten

19. Oktober 2026 um 12:39
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Foto: Geertje Caliguire / Unsplash

Der Kantonsrat hat den Bericht des Regierungsrats gutgeheissen. Künftig soll der Kanton seine Informatikprojekte besser organisieren und testen.

Die Verwaltung des Kantons Luzern hat ihre Lehren aus gescheiterten und schwierigen Informatikprojekten gezogen. Der Kantonsrat hat deswegen mit 81 zu 23 Stimmen zustimmend von einem Bericht des Regierungsrats Kenntnis genommen.
Weniger positiv als die bürgerlichen Fraktionen beurteilte Rot-Grün den "Bericht über ausgewählte Informatikprojekte des Kantons Luzern". Sie nahmen diesen nur neutral zur Kenntnis. Andrea Pfäffli (SP) sagte, der Bericht benenne zwar die Probleme und zeige Lehren auf. Er bleibe aber bezüglich der Zukunft unverbindlich.
Der Bericht wurde vom Kantonsrat bestellt, nachdem es bei der Schuladministrations- und Steuersoftware sowie dem Serviceportal von Kanton und Gemeinden zu Problemen und Verzögerungen gekommen war. Der Regierungsrat zeigte im Bericht auf, dass fast alle Informatikprojekte erfolgreich umgesetzt würden. Pro Jahr beläuft sich der finanzielle Aufwand für die Vorhaben auf 18 Millionen Franken.

Digitalisierung muss Nutzen stiften

Der Regierungsrat schlägt im Bericht auch Verbesserungen vor. Diese betreffen die Projektorganisation und das Projektmanagement. Auch sollen die neuen Softwareprodukte besser getestet werden als in der Vergangenheit.
Der Bericht zeige die Bedingungen für das Scheitern und das Gelingen von Projekten nachvollziehbar auf, sagte Maria Pilotto (SP) namens der Staatspolitischen Kommission. Auch werde ersichtlich, worauf der Kanton künftig besser achten müsse.
Mitte, SVP, FDP und GLP zeigten sich mit dem Bericht einverstanden. Mario Cozzio (GLP) forderte aber auch, dass die Lehren gelebt würden. Karin Dober (Mitte) machte sich dafür stark, dass die Digitalisierung einen konkreten Nutzen bringen müsse. Franz Räber (FDP) gab zu bedenken, dass Digitalisierung allein aus einem schlechten noch keinen guten Prozess mache.
In der Schlussabstimmung passierte der Bericht mit 90 zu 15 Stimmen.


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