HPE: "Schweiz wächst im Service-Bereich schneller als andere Länder"

1. Oktober 2021, 10:48
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Im Gespräch mit inside-channels.ch verrät Jens Brandes, Schweiz-Chef bei HPE, einen grossen Abschluss mit einem Finanzinstitut. Er sieht sein Unternehmen trotz Pandemie gut aufgestellt.

Das As-a-Service-Geschäft macht aktuell nur einen kleinen Teil des letzten Quartalsumsatzes von HPE in Höhe von 6,9 Milliarden Dollar aus. In dieser Sparte setzte das Unternehmen weltweit 705 Millionen Dollar um, jedoch hochgerechnet auf ein Jahr. Die sogenannte "Annualized Revenue Run-Rate" (ARR) ist aber im Aufwind: Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Kennzahl nach eigenen Angaben um 33% zu.
"Die Schweiz ist weiter", sagt Jens Brandes, Schweiz-Chef des Unternehmens, und meint damit den höheren Umsatzanteil des As-a-Service-Geschäfts im Vergleich zu den globalen Zahlen. Brandes hält die Schweiz für ein Early-Adopter-Land, das sich stärker als andere auf Services und Angebote konzentriere, und weniger auf den Betrieb von Servern oder Storage.

Viele Partner aktuell noch im klassischen Geschäft unterwegs

Als Unternehmen, das zwei Drittel des Umsatzes im Channel erwirtschaftet, ist HPE darauf angewiesen, dass die Partner die As-a-Service-Angebote verstehen und verkaufen können. "Unsere Platinum-Partner sind in diesem Segment gut aufgestellt, weil sie in der Regel die grösseren Kunden bedienen." Auch 2 – 3 Gold-Partner seien dort erfolgreich, der Rest "nimmt das jetzt Schritt-für-Schritt auf", so Brandes.

"Wir haben die Pandemie gespürt"

Corona hat das abgelaufene und das aktuelle Geschäftsjahr beeinflusst. "Positiv und negativ", sagt der Schweiz-Chef von HPE. Einerseits hätten insbesondere Unternehmen aus der Finanzindustrie und der Gesundheitsbranche von einem Tag auf den anderen ein erhöhtes Bedürfnis an Infrastruktur angemeldet. "Aus der Schweiz-Perspektive konnte dies die fehlenden Umsätze aus kriselnden Branchen wie der Reiseindustrie auffangen."
Problematisch seien indes die Lieferschwierigkeiten, insbesondere im Chip-Bereich, gewesen. "Und sind es immer noch. Vermutlich bis weit ins nächste Jahr hinein." In den Büchern steht deshalb ein Wachstum bei den Bestellungen von 11% und beim Umsatz von nur 1% gegenüber dem Vorjahr. Nicht alle Kunden haben dafür Verständnis. "Die sind schon pushy", so Brandes. "Positiv hat sich in der Pandemie insbesondere der As-a-Service-Bereich entwickelt, der sehr stark gewachsen ist."

Finanzinstitut bringt mehrere Millionen Umsatz

Einen grossen Anteil daran hat ein neuer Kunde aus der Finanzbranche, den Brandes im Gespräch mehrmals erwähnt. Auf Nachfrage will er den Namen des Unternehmens nicht verraten, nennt jedoch das Auftragsvolumen von "mehreren Millionen Franken über 5 Jahre." Es sei ein grosser Erfolg für HPE Schweiz, diesen Abschluss gemacht zu haben.
Trotzdem ist Brandes für das im Oktober 2021 endende Geschäftsjahr nur "vorsichtig optimistisch". Das klassische Geschäft sei schon sehr schwierig, allein dadurch, dass einige Branchen gar nichts mehr investierten. "Wir brauchen schon noch einige Abschlüsse, damit wir mit dem Jahr zufrieden sind", so Brandes. Die Pipeline dafür sehe aber gut aus.

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