Mit den neuen Partnern umfasst das TradeLens-Konsortium fast die Hälfte der weltweiten Fracht-Containertransporte.
Im vergangenen Jahr gaben IBM und die dänische Reederei Maersk die begrenzte Verfügbarkeit der Blockchain-basierten Logistikplattform TradeLens bekannt, nachdem diese in einer Beta-Version getestet wurde. Im Sommer 2018 seien bereits knapp 100 international agierende Handelsunternehmen in die Plattform eingebunden gewesen, darunter auch der Schweizer Logistiker Ceva. Nun vermeldet das Konsortium zwei gewichtige Partner: Das französische Schifffahrtsunternehmen CMA CGM und die Genfer Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) beabsichtigen, der TradeLens-Plattform beizutreten. MSC ist hinter Maersk die zweitgrösste Containerreederei der Welt.
Durch die Beteiligungen von CMA CGM, MSC, Maersk und weiteren würden Daten für fast die Hälfte der weltweiten See-Containertransporte über TradeLens laufen, schreibt IBM. "Das TradeLens-Netzwerk hat bereits gezeigt, dass Teilnehmer aus dem gesamten Ökosystem der Lieferkette damit einen erheblichen Mehrwert erzielen können", sagt Rajesh Krishnamurthy, Executive Vice President, IT & Transformations, CMA CGM Group.
Die beiden neuen Partner werden laut IBM die Plattform aktiv bewerben und ergänzende Dienstleistungen für ihre Kunden und Partner auf der Plattform anbieten, so die Absicht. Ausserdem werden CMA CGM und MSC jeweils einen Blockchain-Knoten betreiben, am Abstimmungsprozess zur Validierung von Transaktionen und Host-Daten aktiv teilnehmen und die wichtige Rolle als "Trust Anchor" für das Netzwerk übernehmen. Gleichzeitig werden die beiden Unternehmen im Advisory Board von TradeLens vertreten sein.
TradeLens ermögliche es den Teilnehmern, sich über das gesamte Ökosystem der Lieferkette hinweg zu verbinden, Informationen auszutauschen und digital zusammenzuarbeiten, heisst es weiter. Mit mehr als 100 Teilnehmern auf der Plattform verarbeite TradeLens heute bereits mehr als zehn Millionen einzelne Versandvorgänge und Tausende von Dokumenten pro Woche. Damit biete man den Anwendern wie Verladern, Spediteuren, Frachtführern, Zollbeamten oder Hafenbehörden einen Überblick über alle Transaktionen. Über die Plattform werde eine transparente, sichere und unveränderbare Aufzeichnung der jeweiligen Transaktionen erstellt. (kjo)