Intel: RZ hui, Mobile pfui

16. Januar 2015 um 08:50
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Intel profitiert von der abgebremsten Talfahrt im PC-Markt, erwirtschaftet in der Mobile-Sparte aber überhaupt keinen Umsatz.

Intel profitiert von der abgebremsten Talfahrt im PC-Markt, erwirtschaftet in der Mobile-Sparte aber überhaupt keinen Umsatz.
Dass Intel ein gutes Quartal hinlegen würde, war absehbar. Hauptgrund dafür ist die Erholung des PC-Marktes. Als weltweit grösster Prozessorhersteller profitiert auch Intel davon. Doch auch mit Server-Chips verdiente Intel gutes Geld. Im Schlussquartal 2014 legte der Umsatz um 6 Prozent auf 14,72 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn stieg um 39 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar.
Für negative Reaktionen sorgte hingegen der operative Verlust in der Mobile-Sparte. Intel kommt mit Chips für Tablets und Smartphones nach wie vor nicht vom Fleck. Ausserdem enttäuschten die Umsatz- und Gewinnprognosen für das erste Quartal einige Analysten.
"Negativer Umsatz"
In der Sparte für Mobil- und Telekom-Chips vermeldete Intel einen ungewöhnlichen negativen Umsatz von sechs Millionen Dollar - letztlich zahlte Intel dafür drauf, dass Hersteller die Prozessoren nutzten. Der Bereich fuhr so einen operativen Verlust von 1,11 Milliarden Dollar ein. Im gesamten Jahr addierte sich das Minus auf 4,2 Milliarden Dollar - bei einem schmalen Umsatz von 202 Millionen Dollar. Zugleich verkündete Intel, man habe im gesamten Jahr das Ziel, Chips in 40 Millionen Tablets zu bringen, mit 46 Millionen Geräten übertroffen.
Beim Umsatz im PC-Bereich legte Intel im Schlussquartal um drei Prozent auf 8,87 Milliarden Dollar zu. Die Sparte machte damit immer noch rund 60 Prozent des Intel-Geschäfts aus. Ihr operativer Gewinn sprang sogar um 18,7 Prozent auf knapp vier Milliarden Dollar hoch.
Bei Rechenzentren wuchs der Umsatz um ein Viertel auf knapp 4,1 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis des Bereichs schoss um 39 Prozent auf gut 2,2 Milliarden Dollar hoch.
Das junge Geschäft mit Chips für vernetzte Geräte (Internet der Dinge) brachte einen operativen Quartalsgewinn von 185 Millionen Dollar bei knapp 600 Millionen Dollar Umsatz ein.
Die Aktie gab nachbörslich zunächst um fast zwei Prozent nach. Die Gewinnerwartung wurde zwar übertroffen, die Umsatzprognose bei 13,7 Milliarden Dollar für das laufende Quartal enttäuschte aber den Markt. (sda/mim)

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