Intel stellt weitere Features der nächsten "Core"-Generation vor

14. September 2010, 09:09
  • international
  • intel
image

Der Kampf gegen AMD dürfte nächstes Jahr über die Grafikleistung der neuen CPUs mit integrierter Grafik laufen, die beide Hersteller lancieren.

Der Kampf gegen AMD dürfte nächstes Jahr über die Grafikleistung der neuen CPUs mit integrierter Grafik laufen, welche beide Hersteller lancieren.
Intel hat gestern am "Intel Developer Forum" in San Francisco wie erwartet weitere, wenn auch eher spärliche, Details zur zweiten Generation seiner "Core"-CPU-Familie vorgestellt, die ab dem nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Das hervorstechendste Merkmal der unter dem Codenamen "Sandy Bridge" entwickelten neuen Architektur wird, wie bereits bekannt, der integrierte Grafikbeschleuniger sein.
Intel versprach gestern, dass diese in die CPU integrierte *Grafikkarte" nicht nur Low-end-Ansprüchen genügen, sondern eine hohe Grafikleistung ermöglichen soll, zum Beispiel zur Darstellung von HD-Videos, 3D-Programmen und "Mainstream"-Games. Damit könnten die neuen CPU/GPU-Kombinationen nicht nur "On-Board"-Grafiklösungen ersetzen, sondern auch die Domäne der separaten Grafikkarten weiter in Richtung von High-end-Game-PCs und Grafik-Workstations zurückdrängen.
Zur hohen Grafikleistung soll unter anderem, wie die Intel-Leute gestern erklärten, die neue "Ring"-Architektur beitragen, die es der Grafikeinheit erlaubt, CPU-Ressourcen wie beipielsweise das Cache direkt anzusprechen und mit zu benützen.
Eine hohe Grafikleistung dürfte wichtig sein im "Kampf der CPUs" gegen AMD, da auch der Intel-Konkurrent nächstes Jahr seine ersten kombinierten CPU/GPU-Chips lancieren wird. Der eigentliche Vorteil der Integration der Grafikbeschleunigung liegt allerdings, zumindest vorerst, nicht bei der Maximalleistung sondern beim deutlich besseren Verhältnis von Grafikleistung und Stromverbrauch verglichen mit On-Board-Grafik oder separaten Grafikkarten. Dieses sollte vor allem der Akkulaufzeit von Laptops und anderen mobilen Geräten zu Gute kommen.
Der Stromverbrauch der neuen Intel-CPUs soll unter anderem auch durch die zweite Version der "Turbo Boost"-Technologie gesenkt werden. Diese soll dafür sorgen, dass die CPU genau dann eine höhere Leistung bietet, wenn eine Anwendung sie braucht – was umgekehrt bedeutet, dass der Prozessor im Normalbetrieb gedrosselt läuft und damit weniger Strom verbraucht. Die generelle CPU-Leistung soll zudem mit einem neuen 256-Bit-Befehlssatz (Intel Advanced Vector Extensions, AVX) erhöht werden, der Fliesskommaoperationen beschleunigt. (Hans Jörg Maron)
(Foto: Prototypen der "Sandy-Bridge"-CPUs, von Intel unter anderem unter dem Slogan "Visibly Smart" angepriesen. Die Cleverness sehen wir zwar nicht, aber unter der richtigen Beleuchtung sehen sie doch ganz hünsch aus.)

Loading

Mehr zum Thema

image

Beschluss für europaweit einheitliche E-ID gefasst

Die eIDAS-Verordnung der EU verpflichtet alle Mitgliedstaaten, eine einheitliche digitale Identität anzubieten. Europa scheint nicht aus den Fehlern der Schweiz gelernt zu haben.

publiziert am 7.12.2022 1
image

San Francisco: Vorerst doch keine Roboter zum Töten

In einer zweiten Abstimmung hat sich das kommunale Gremium doch noch gegen die Richtlinie entschieden.

publiziert am 7.12.2022
image

Microsoft will eine "Super-App" schaffen

Der Konzern will die chinesische App Wechat kopieren. Für den Vertrieb der Anwendung wird man allerdings weiterhin auf die Konkurrenz angewiesen sein.

publiziert am 7.12.2022
image

Drivetek in die USA verkauft

Der Engineering-Dienstleister stellt Hard- und Software für verschiedene Antriebstechniken her. Nun wurde das Startup für mehrere Millionen Franken veräussert.

publiziert am 7.12.2022