Prognose für das laufende Jahr allerdings gestutzt.
Obwohl der Chipriese Intel den Tablet-Boom verschlafen hat und erst jetzt langsam Terrain zurückgewinnt, zeigen die neusten Quartalszahlen, dass andere Segmente des PC-Marktes weiterhin stark wachsen. Der Umsatz im zweiten Quartal wuchs um 21 Prozent auf 13,03 Milliarden Dollar und übertraf somit die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn stieg um zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Die Marge betrug 60,6 Prozent und soll sich im laufenden Quartal auf 64 Prozent verbessern.
Im Bereich der PC-Prozessoren konnte Intel den Umsatz um 11 Prozent steigern, vor allem dank den Firmenkunden. Das Wachstum ist bemerkenswert, weil der globale PC-Markt in der gleichen Periode laut Marktforschern
um weniger als 3 Prozent gewachsen ist. Intel-CEO Paul Otellini hatte schon früher die Meinung vertreten, dem PC-Markt gehe es gar nicht so schlecht wie angenommen. Für das laufende Jahr geht Intel nun aber doch von einem PC-Stückzahl-Wachstum von lediglich 8 bis 10 Prozent aus. Bislang war man von einem Plus im tiefen zweistelligen Bereich ausgegangen.
Laut Otellini wird der Umsatz gleichzeitig aber stärker wachsen. Grund dafür sind neue Chipgenerationen sowie die starke Nachfrage aus Schwellenländern. So wuchsen die PC-Absätze beispielsweise in der Türkei und in Indonesien um über 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (mim)