IronPort kommt in die Schweiz

27. April 2007 um 01:11
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Trotz der Übernahme durch Cisco soll IronPort eigenständig weiterleben - und wird in der Schweiz ab sofort durch Robert Bertschinger vertreten.

Trotz der Übernahme durch Cisco soll IronPort eigenständig weiterleben - und wird in der Schweiz ab sofort durch Robert Bertschinger vertreten.
Der US-Security-Hersteller IronPort eröffnet per Ende April ein eigenes Vertriebsbüro in der Schweiz. Die Schweiz wurde bisher von der deutschen Niederlassung aus betreut, und das Unternehmen hat hierzulande auch schon einige gewichtige Grosskunden wie Migros. Givaudan, Hero, Raiffeisen oder Jelmoli, um nur einige zu nennen. Reiner Baumann, Regional Director Zentral- und Osteuropa, setzt einige Hoffnungen in den hiesigen Markt: "Wir gehen von einer Verdoppelung des Marktes für Security-Appliances in den nächsten zwei Jahren aus."
Vertriebsstruktur bleibt trotz Cisco-Übernahme gleich
Cisco hat allerdings erst kürzlich die Übernahme von IronPort angekündigt. Wird dies die Gründung einer eigenen Niederlassung nicht in wenigen Monaten, wenn IronPort integriert wird, zur Makulatur machen?
Robert Bertschinger (Bild), der Leiter des Schweizer Vertriebsbüros, verneint dies. IronPort wird, wie er uns erklärte, ähnlich wie Linksys oder Scientific Atlanta auch nach der Übernahme eigenständig operieren und nicht in die Cisco-Organisation integriert. Dies bedeute, dass sowohl die Vertriebsstrategie als auch die Partnerstrukturen dieselben bleiben – IronPort-Partner müssen also nicht plötzlich Cisco-Zertifizierungen erwerben und IronPort bleibt bei seiner One-Tier-Vertriebsstrategie: Der Vertrieb erfolgt strikt über Partner aber ohne Distributoren.
Robert Bertschinger war bis zuletzt für Vertrieb und Marketing beim ISP Netstream zuständig. Davor arbeitete er im internationalen Kundenservice von NCR Schweiz. Für IronPort soll er nun einerseits das Partnernetzwerk vorsichtig ausbauen (IronPort hat gegenwärtig 6 Schweizer Partner) und andererseits die Nachfrage, vor allem bei Grosskunden, schüren.
IronPort stellt Security-Gateway-Appliances her, wobei das Produktspektrum von Hochleistungsgeräten für Grossunternehmen und ISPs bis zu kleineren Geräten für KMUs reicht. Das Unternehmen ist am bekanntesten für seine auf der globalen "SenderBase"-Datenbank basierenden Anti-Spam-Technologie. Die E-Mail-Security-Appliances (C-Series) beherbergen aber auch weitere Funktionen wie Anti-Virus (Software von Sophos und/oder McAfee), Policy Management oder Mail Routing. Die in jüngerer Zeit hinzugekommene S-Familie kombiniert Funktionen für Web-Security wie URL-Filtering, Web-Proxy, Anti-Spyware usw. Ganz neu ist eine Appliance zur E-Mail-Verschlüsselung (PostX) deren Funktionen später in die C-Series integriert werden sollen. (Hans Jörg Maron)

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