Hehre Absichten, aber immer noch zu wenig Leute und zu wenig Geld.
Nachdem sie in den letzten rund zwei Jahren notgedrungen sehr stark mit Kostensparmassnahmen in ihren IT-Abteilungen beschäftigt waren, würden sich viele IT-Leiter dieses Jahr gerne wieder vermehrt "höheren" Zielen – der Transformation des Geschäfts ihrer Unternehmen durch IT - zuwenden. Dies ergab eine Umfrage des Unternehmensberaters A.T. Kearney im deutschprachigen Raum.
Gemäss A.T. Kearney geben sich etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen mit den zuletzt erreichten Kosteneinsparungen zufrieden und planen keine weiteren "signifikanten" Budgetkürzungen in der IT. Die übrigen wollen hauptsächlich bei der Infrastruktur noch mehr herausholen. Zwei Drittel der Befragten hoffen auf Einsparungen im Rechenzentrum und Desktop-Management. Mittel zum Zweck sind dabei hauptsächlich die Standardisierung vorhandener Plattformen, die Konsolidierung der Leistungserbringung und der Einsatz neuer Technologien wie beispielsweise Virtualisierung.
Investitionen in ERP, CRM, BI
Dem stehen fast drei Viertel der Befragten gegenüber, die durch IT die Kosten im Gesamtunternehmen oder in einzelnen Fachbereichen senken wollen. Dabei wird hauptsächlich die Senkung von Prozesskosten, bespielsweise durch Investitionen in neue und erweitertee ERP-Systeme, angestrebt.
Knapp 40 Prozent der Befragten möchte zudem durch den Einsatz von IT-Technologien den Umsatz ihres Unternehmens erhöhen. Dafür planen sie vor allem Investitionen in bessere beziehungsweise umfangreichere Business Intelligence und CRM-Lösungen.
Allerdings hat der IT-Spardruck bei vielen Unternehmen nachgelassen, das heisst aber (zumindest noch) nicht, dass sie nun viel mehr Geld in die Hand nehmen wollen. Die grosse Frage ist daher, ob die in der Krise gefledderten IT-Abteilungen diese schönen Absichten auch verwirklichen beziehungsweise die enstprechenden Projekte stemmen können. Dies sieht auch A.T. Kearney so: "Die Crux dabei ist: In den meisten Fällen verfügen die IT-Abteilungen nicht über genügend viele Mitarbeiter mit entsprechendem Know-how und ausreichende Budgets, um die wertsteigernden Massnahmen zur notwendigen Transformation und Kostensenkung auch durchzuführen." (hjm)