IT-Ressourcen wandern an den Rand der Netzwerke

21. November 2018, 15:25
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Die Treiber für Edge-Computing: 5G, künstliche Intelligenz, Blockchain, Datenschutz und Hybrid Cloud.

Die Treiber für Edge-Computing: 5G, künstliche Intelligenz, Blockchain, Datenschutz und Hybrid Cloud.
Fünf Trends dominieren die digitale Zukunft der Wirtschaft im nächsten Jahr, schreibt Brian Lille vom weltweit präsenten Rechenzentrumsbetrieber Equinix in einem Blogbeitrag. Sein Arbeitgeber dürfte an den fünf Prophezeiungen von Lille Freude haben, denn er prophezeit einen anhaltenden Trend zu Edge-Computing. Rechenressourcen wandern vermehrt an den Rand der Netzwerke – und dort sitzt Equinix. Doch der Reihe nach.
Der künftige Mobilfunkstandard 5G werde Unternehmen sein. Aus einem Pool virtualisierter-Netzwerk-Software würden mehrere 5G-Sender bedient. Telekomunternehmen würden deshalb vermehrt in Infrastruktur am Rand der Netzwerke (edge infrastructure) investieren.
Auch der starke Trend zum vermehrten Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) spreche für Edge Computing. Grund: Mit KI und Machine Learning (ML) werden riesige Datenmengen ausgewertet. Die KI-Maschinen platziert man deshalb vorzugsweise in die Nähe der Datenquellen, eben an den Rand der Netzwerke.
"Multiple-Blockchain-Netzwerke"
Auch die grossen Erwartungen, die man in Blockchain-Technologie setzt, sprechen für einen Trend zu Edge-Computing, glaubt Lille. Firmen würden in mehrere Blockchain-Netzwerke investieren und so ein Netzwerk der Netzwerke schaffen. Es wird Blockchain-Anwendungen geben, die auf rasche Reaktionszeiten angewiesen sind, so Equinix. Für Firmen würde die Integration von alten Systemen und neuen Blockchain-Netzwerken zur riesigen Herausforderung. Man werde die Teilnehmer an solchen Netzwerken mittels Austausch-Punkten direkt verbinden müssen. Solche Austauschpunkte könnten dann wohl in den Rechenzentren von Equinix stehen, denkt sich der Leser der Prophezeiungen.
Eine interessante Aussage macht Lille zum Thema Datenschutz. Er glaubt, dass homomorphic Computing, also das Verarbeiten von verschlüsselten Daten, ohne sie zu entschlüsseln, vermehrt in Betracht gezogen werde. Und dass neue, Hardware-basierte Virtualisierungstechniken verhindern könnten, dass Service-Provider Zugriff zu den Daten der Kunden hätten.
Die fünfte Prophezeiung ist einfach nachvollziehbar. Weil Unternehmen eine Multi- und Hybrid-Cloud-Strategie verfolgten, würde die Qualität der Datenverbindungen wichtiger. Unternehmen würden sich bemühen, Infrastruktur und Software für Security, Analytics und Datenaustausch in die (physische Nähe) der Cloud-Provider zu bringen. (hc)

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