IT-Verbund von Aarau und Baden soll nochmals überdacht werden

6. November 2019 um 10:13
  • politik & wirtschaft
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Im August 2018 beschlossen die Einwohnerräte von Aarau und Baden, ihre Informatikabteilungen zusammenzulegen.

Im August 2018 beschlossen die Einwohnerräte von Aarau und Baden, ihre Informatikabteilungen zusammenzulegen. Seit Jahresbeginn besteht die gemeinsame Abteilung. Wenn es nach dem Badener Einwohnerrat Gian von Planta (GLP) geht, soll diese nun aber bereits wieder aufgelöst werden, wie die 'Aargauer Zeitung' berichtet.
Von Planta schreibt in einer Anfrage an den Stadtrat von Baden: "Kann sich der Stadtrat aufgrund der gemachten Erfahrungen vorstellen, den umstrittenen Entscheid noch einmal zu hinterfragen?" Der GLP-Vertreter bezieht sich damit auch auf die jüngsten Ereignisse in der fusionierten Abteilung: Nach wenigen Monaten verliessen im August sowohl der Chef wie auch sein Stellvertreter bereits wieder das Amt. Es habe unterschiedliche Vorstellungen über die Zusammenarbeit gegeben, hiess es.
Interimistisch hat seither die St. Galler Firma BSG die Leitung des Amts übernommen. Von Planta fragt: "Welches sind die organisatorischen und kulturellen Gründe für die beiden Kündigungen?" Zusätzlich interessieren ihn allfällige Zusatzkosten der externen Lösung. Einsparungen bei den IT-Ausgaben in den beiden Städten waren damals ein gewichtiges Argument für die Fusion.
"Ich bin nach wie vor überzeugt, dass der Entscheid falsch war, die Abteilungen zusammenzulegen", sagte von Planta der 'Aargauer Zeitung'. "Ich plädiere dafür, dass der Deal rückgängig gemacht wird und Baden eine lokale Lösung mit einer Nachbargemeinde anstrebt." Er verweist auf die damals mit 23 zu 20 Stimmen knappe Zustimmung im Einwohnerrat Baden. "Das Ja kam zustande, weil vereinbart wurde, dass die Einsparungen in der laufenden Legislatur 15 Prozent betragen sollen." Nun will von Planta genau wissen, wann diese Einsparungen erfolgen werden. (paz)

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