Kanton Aargau legt IT-Standorte zusammen

1. Oktober 2020, 13:17
  • schweiz
  • verwaltung
image

Statt auf 5 gemiete Standorte verteilt, sollen die Abteilung künftig am selben Ort arbeiten. Aber die Zeit drängt.

Der Aargauer Regierungsrat will die Informatikabteilung des Kantons ab 2022 im Bildungszentrum Unterentfelden zusammenlegen, das dem Kanton gehört. Heute ist die Abteilung auf 5 Mietstandorte verteilt.
Durch die Zusammenlegung könnten Mietkosten eingespart und abteilungsinterne Wege verkürzt werden, wurde Landammann und Finanzdirektor Markus Dieth (CVP) in einer Mitteilung der Staatskanzlei zitiert. Die eingesparten Mietkosten würden jährlich 670'000 Franken betragen. Das Vorhaben entspreche der Strategie des Kantons, nämlich "Eigentum vor Miete" und Konzentration der auf viele Standorte verteilten Zentralverwaltung.
Das im Jahr 1976 gebaute Bildungszentrum Unterentfelden an der Kantonsgrenze zu Solothurn soll teilsaniert werden. Der Regierungsrat beantragt dafür und für die Einrichtung der Büros der Informatikabteilung einen Kredit von fast 11 Millionen Franken.
Die Zeit für das Projekt drängt: Bis Ende Juni 2022 muss die Informatikabteilung einen ihrer 5 Mietstandorte verlassen, weil der Eigentümer diesen abreissen lassen will. Der vollständige Umzug aller bisherigen Standorte nach Unterentfelden ist für den Herbst 2022 vorgesehen. Aufgrund der Dringlichkeit werde die Planung des Projekts parallel zu den politischen Prozessen durchgeführt, hiess es in der Mitteilung weiter.
Unabhängig davon planen die Aargauer Städte Baden und Aarau, ihre Informatikabteilungen zu fusionieren. Was eigentlich als Beschluss galt, wurde aber kürzlich erneut zum Politikum.

Loading

Mehr zum Thema

image

Urs Truttmann wird Digitalchef der Stadt Luzern

Nachdem Truttman seit April schon interimistisch als CDO im Einsatz stand, übernimmt er die Leitung der Dienstabteilung Digital jetzt definitiv.

publiziert am 29.9.2022
image

Regierung will Millionen für Digitale Transformation von Basel-Land ausgeben

Für die digitale Verwaltung und den Aufbau eines Governance-Modells sollen 21 Millionen aufgewendet werden. Es gebe dazu keine Alternative, so der Regierungsrat.

publiziert am 29.9.2022
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022
image

Stadt und Kanton Zug beschliessen gemeinsame Datenstrategie

Mit dem Open-Government-Data-Ansatz sollen in Zug künftig offene Verwaltungsdaten ohne Einschränkung zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt werden.

publiziert am 29.9.2022