Gerüchten zufolge will Apple die deutsche Modem-Sparte von Intel kaufen. Derzeit würden Gespräche zwischen dem iPhone-Konzern und dem Chip-Hersteller laufen, schreibt 'The Information'. Mit Verweis auf unterrichtete Personen berichtet das Tech-Medium, dass es dabei auch um Patente und Produkte gehen soll. Apple wollte die Gerüchte nicht bestätigen.
Apple hatte in der Vergangenheit die von Intel gelieferten Modem-Chips für das iPhone als zu leistungsschwach kritisiert. Erst im April haben Qualcomm und Apple zudem ihren
über Jahre dauernden Patentstreit beigelegt und eine Vereinbarung über sechs Jahre geschlossen. Intel hatte daraufhin kommuniziert, dass man sich aus dem Geschäft mit 5G-Modems für Smartphones zurückziehen wolle.
Die neusten Gerüchte passen zu dieser Perspektive und könnten den Prozess beschleunigen: Im deutschen Modem-Bereich, den Intel erst
2011 vom Münchner Unternehmen Infineon übernommen hatte, arbeiten offenbar einige hundert Ingenieure, die für die Entwicklung von 5G-Modems eingesetzt werden könnten.
Bei den Anstrengungen Apples geht es vermutlich nicht nur um mehr Unabhängigkeit von anderen Herstellern. Wenn man den Prognosen von Canalys Marktforschungs-Chef Steve Brazier Glauben schenken darf, dann will Apple ganz neue Produkte mit SoC-Technologie (System-on-a-chip) bringen. Es wäre der Versuch eines Befreiungsschlags für den Konzern, der
mit dem letzten iPhone schlechte Zahlen eingefahren hat. (ts)