Kudelski reduziert 2020 den Reinverlust

25. Februar 2021, 10:28
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Das Unternehmen erzielt während Corona weniger Umsatz und Betriebsgewinn, kommt aber dank Cybersecurity und IoT besser durch die Krise als befürchtet.

Der Technologiekonzern Kudelski hat 2020 die Coronakrise zu spüren bekommen. Der Umsatz sank auf 741,5 Millionen Dollar, nachdem das Unternehmen vor einem Jahr noch 827,3 Millionen Dollar eingefahren hatte.
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) vor Restrukturierungskosten knickte auf 64,3 Millionen Dollar ein, wie das Westschweizer Unternehmen in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatten noch 81,4 Millionen Dollar zu Buche gestanden.
"Mit dem Ausbruch der Pandemie setzte die Gruppe eine Reihe von Massnahmen um, die darauf abzielten, die Kostenbasis vorübergehend zu reduzieren, um die Auswirkungen von Covid-19 auf das Geschäft abzumildern", hiess es. Mit den Restrukturierungskosten hat sich Kudelski deutlich verbessert. Damit sei der Ebitda um 59% gestiegen, hiess es.
Unter dem Strich erlitt Kudelski einen Reinverlust von 18,0 Millionen Dollar. Das ist immerhin eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als ein Defizit von 38,6 Millionen Dollar in der Kasse geklafft hatte. Damals hatten erhebliche Kosten für die Tochter Skidata das Ergebnis nach unten gezogen, die auf Zutrittssysteme etwa auf Skipisten, für Parkplätze oder in Sportstadien spezialisiert ist.
Die Erwartungen der Analysten wurden beim Umsatz und Ebitda übertroffen, beim Nettoergebnis allerdings deutlich verfehlt. Die Experten hatten höchstens mit einem leichten Verlust gerechnet. Auch die eigenen Erwartungen hat Kudelski übertroffen, die das Unternehmen für den Ebitda erst vor einem Monat wieder hochgesetzt hatte, nachdem sie im August unter dem Eindruck der Pandemie auf 45 bis 55 Millionen Dollar zurückgestutzt worden waren.
Schlussendlich ist es nicht ganz so schlimm gekommen wie im Sommer noch befürchtet. Nach einem schwachen ersten Semester hätten sich die Einnahmen im zweiten Halbjahr wieder deutlich erholt. Die zweite Jahreshälfte sei beim Umsatz lediglich um 5,3 Millionen unter der gleichen Periode 2019 geblieben, hiess es. Dabei hätten die Sparten Cybersicherheit und Internet der Dinge verbessert, während das grösste Segment Digital-TV sich stabil entwickelt habe.

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