Lenovo und Swisscom gewinnen Client-Auftrag der Post

6. Dezember 2019, 11:57
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Die grosse Hardware-Beschaf­fung bei der Post brauchte zwei Anläufe. Nun wurden die Lieferanten der "Future Clients" ausgewählt.

Die grosse Hardware-Beschaffung bei der Post brauchte zwei Anläufe. Nun wurden die Lieferanten der "Future Clients" ausgewählt.
Über ein Jahr hat es gedauert, bis die Post geeignete Lieferanten für PCs, Notebooks, Monitore und Mäuse gefunden hat. Nun fällte das Unternehmen einen Zuschlag für die Client-Beschaffung: Lenovo und Swisscom werden über die nächsten Jahre die Mitarbeitenden der Schweizer Post mit Hardware ausrüsten.
Den Auftrag zur Hardware-Beschaffung hat die Post erstmals im Oktober 2018 ausgeschrieben, brach ihn aber mangels passender Angebote ab.
Rund 72'000 Geräte sind zu liefern
Das Projekt "Future Client II", in dem insgesamt rund 72'000 Komponenten beschafft werden, wurde in zwei Losen ausgeschrieben: Das erste umfasst Hardware sowie Dienstleistungen im Umfeld der Büroautomation der Post (BAPO). Dazu gehören Clients, Monitore, Dockingstation, Mäuse und Tastaturen. Für dieses Los waren vier Angebote eingegangen, wie der Publikation auf Simap zu entnehmen ist.
Ausgewählt wurden die Angebote von Swisscom mit Produkten von Dell über 18,3 Millionen Franken, sowie jenes von Lenovo über 16,9 Millionen Franken. Die jeweiligen Preise entsprechen den Gesamtkosten der Hardware. Hinzu kommen optionale Dienstleistungen, die Swisscom für 1,7 Millionen Franken offerierte und Lenovo für 1,8 Millionen Franken.
Im zweiten Los beschaffte die Post Hardware und Dienstleistungen für die Verkaufsstellen des Postnetzes (PSTA). Der Zuschlag geht an Swisscom, wiederum mit Produkten von Dell und beläuft sich auf ein Volumen von 4,3 Millionen Franken für die Hardware. Hinzu kommen optionale Dienstleistungen über 116'000 Franken sowie die Option zur Garantieverlängerung. Auch hier sind gemäss der Publikation auf Simap vier Angebote eingegangen.
Nur ein Hersteller verlangt
Der Ausschreibung war zu entnehmen, dass mit Ausnahme der Dockingstations und Monitore ausschliesslich Geräte ein und desselben Herstellers verlangt wurden. "Angebote, welche Geräte mehrerer Hersteller enthalten, werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen", heisst es auf Simap. In der ersten Ausschreibung waren die Monitore noch von dieser Ausnahme ausgeschlossen und ausschliesslich die Dockingstations durften von mehreren Herstellern stammen.
Im Januar 2019 brach die Post die erste Ausschreibung ab. Es sei "kein anforderungs­gerechtes Angebot" eingegangen, begründete die Post den Abbruch. Wie es damals aus Branchenkreisen hiess, habe die Post für die Ausschreibung kein Feedback eingeholt und es sei eine unerfüllbare Aufgabe entstanden. Die Lieferbedingungen seien sehr strikt gewesen und die Penalties hoch. Man bedauere den Abbruch, so die Post damals, und werde die Gründe analysieren, die dazu geführt haben. (kjo)

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