Malware soll Stromunterbruch in der Ukraine ausgelöst haben

6. Januar 2016 um 16:06
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Als Grund für den vorweihnachtlichen Stromunterbruch in der ukrainischen Region Ivano-Frankivsk wird ein Hacker-Angriff vermutet.

Als Grund für den vorweihnachtlichen Stromunterbruch in der ukrainischen Region Ivano-Frankivsk wird ein Hacker-Angriff vermutet. Solche, durch Schadsoftware absichtlich verursacht Blackouts seien äusserst selten und bisher oft nur Spekulation, schreibt 'heise den Angriff bestätigt. Demnach sei die Malware Black Energy eingesetzt worden, allerdings stünden detaillierte Angaben noch aus.
Zugleich hatte die slovakische Sicherheitsfirma Eset berichtet, Mitarbeiter ukrainischer Energielieferanten hätten ihre Rechner über E-Mails mit gefälschten Absendern mit verseuchten Microsoft-Office-Dateien infiziert. Beim Öffnen seien Makros mit Schadroutinen ausgeführt worden. Der Black-Energy-Trojaner habe eine zerstörerische Komponente enthalten, die Daten auf betroffenen Systemen überschreibt.
Inzwischen haben auch Sicherheitsforscher des amerikanischen Sans Institute Hinweise gefunden haben, mit denen die Eset-These gestützt wird, wie es in einem Blog heisst. Die Spezialisten vom Sans Institute fokussieren auf industrielle Kontrollanlagen und wollen ein Muster der in der Ukraine eingesetzten Schadsoftware vorliegen haben. Es handle sich um eine 32-Bit-Windows-Datei, die ein Modul einer komplexeren Malware darstelle und weitere, nicht genau bekannte Komponenten nachlade. Allerdings heisst es dort, es sei derzeit noch zu früh, das Schadsoftware-Bauteil direkt mit Black Energy in Verbindung zu bringen. Wenn zwischen den beiden Modulen eine Beziehung bestünde, so die Sans-Experten, könnte es sich tatsächlich um einen gezielten Angriff der Energieversorger und ihrer Industrieanlagen handeln. Wer sich hinter dem Angriff verbirgt und welche Absichten damit verfolgt worden seien, wäre aber aufgrund der verfügbaren Daten nicht zu eruieren. (vri)

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