Massachusetts macht doch weiter mit MS Office

28. August 2006, 09:03
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Vor gut einem Jahr beschloss der kleine US Bundesstaat Massachusetts, --http://www.

Vor gut einem Jahr beschloss der kleine US Bundesstaat Massachusetts, nur noch Office-Software einzusetzen, die das quelloffene 'Open Document Format' (ODF) vollständig unterstützt.
Und nun sieht alles wieder anders aus. Die IT-Division von Massachusetts hat den ursprünglichen Termin (1.1.2007), an dem staatliche Stellen Dokumente nur noch in ODF speichern dürfen, verschoben. Grund: Dokumente in ODF sind für (Seh)-Behinderte noch nicht gleich gut zugänglich wie solche in Microsoft-eigenen Formaten.
Überhaupt hat sich die Situation für Microsoft wesentlich entspannt. Denn die Redmonder haben im Juli angekündigt, ein Open-Source-Projekte zu sponsoren, das die Konvertierung von Microsoft-eigenen Formaten (".doc", ".xls" etc.) zu ODF-Formaten und umgekehrt ermöglichen soll. Damit wären Microsoft-Kunden nicht mehr gezwungen, die Office-Produkte zu ersetzen, wenn sie Dokumente in ODF abspeichern und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen wollen.
Massachusetts will nun erste staatliche Institutionen ab Januar 2007 auf ODF-Formate umstellen, in der Breite soll ODF dann ab Juni 2007 eingeführt werden. Davon, Microsoft Office als Büroapplikation durch Open Office oder ein ähnliches Produkt zu ersetzen, ist aber nicht mehr die Rede.
Die Frage der Dokumentenformate ist insbesondere für öffentliche Betriebe und staatliche Instanzen wichtig, weil sie ihren BürgerInnen Dokumente auf dem Web zur Verfügung stellen müssen, ohne sie zu zwingen, jeweils die neueste Version von Microsoft-Office zu kaufen. (Christoph Hugenschmidt)

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