Maurer: "Überwachungsmassnahmen sind nötig"

19. Dezember 2014 um 12:57
  • security
  • gesetz
image

Für Bundesrat Ueli Maurer ist 2014 kein glorreiches Jahr gewesen: Das Volk hat den Kauf neuer Kampfflugzeuge abgelehnt.

Für Bundesrat Ueli Maurer ist 2014 kein glorreiches Jahr gewesen: Das Volk hat den Kauf neuer Kampfflugzeuge abgelehnt. An seiner Jahresmedienkonferenz zeigte sich der Verteidigungsminister dennoch zufrieden.
Unter anderem zeigte er sich zufrieden mit der von ihm konstatierten "Akzeptanz" des neuen Nachrichtendienstgesetzes, das nächstes Jahr ins Parlament kommt und dem Nachrichtendienst ermöglichen würde, Telefone abzuhören und in Computer einzudringen.
Vor einigen Jahren seien solche Massnahmen noch auf Ablehnung gestossen, sagte Maurer. Heute werde anerkannt, "dass sie nötig seien". Das Gesetz sei auf gutem Weg, er rechne nicht mit einem Referendum. Maurer betonte erneut, dass die Abhörmittel nur in rund einem Dutzend Fällen pro Jahr zum Einsatz kommen sollen.
Der Nachrichtendienst werde sich auf Personen konzentrieren, welche die Sicherheit gefährdeten. Im Vordergrund stehen für Maurer rückkehrende Dschihadisten. Er gehe davon aus, dass diese Bewegung ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe, sagte Maurer. (sda/mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Cybervorfall bei Online-Auktionshaus Ricardo

Laut dem Betreiber Swiss Marketplace Group sind personenbezogene Daten von rund 890'000 Nutzerkonten abgeflossen.

publiziert am 9.10.2026
image

Weitere Pensionskassen prüfen Datenabflüsse

Der Cyberangriff auf den Softwarelieferanten PK Softech zieht weitere Kreise. Neben der Publica prüfen nun weitere mitgliederstarke Pensionskassen einen möglichen Datenabfluss.

publiziert am 9.10.2026
image

Datenabfluss bei Pensionskasse des Bundes

Der Lieferant PK Softech der Pensionskasse Publica meldet einen Cyberangriff. Der Bund bestätigt, dass Daten gestohlen wurden.

publiziert am 8.10.2026
imageAbo

Daten von Westschweizer Gefängnissen und Banken im Darknet

Die Ransomware-Bande "The Gentlemen" publiziert die Beute aus dem Angriff auf eine Waadtländer Sicherheitsfirma. Der Kreis der Betroffenen könnte gross sein.

publiziert am 7.10.2026