Microsoft bleibt König im Firmengeschäft

22. Juli 2011, 09:30
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Gute Office-Absätze im vierten Quartal. Windows-Verkäufe leicht rückläufig. Online-Business weiterhin mit Verlust.

Gute Office-Absätze im vierten Quartal. Windows-Verkäufe leicht rückläufig. Online-Business weiterhin mit Verlust.
Microsoft profitierte im vergangenen Schlussquartal vor allem vom Office-Absatz, was man dahingehend interpretierten kann, dass Microsoft bei Unternehmenskunden immer noch erste Wahl ist – Google Apps hin oder her. Microsoft hatte letztes Jahr Office 2010 lanciert. In der Business Division, die das Geschäft mit Office beinhaltet, resultierte ein Umsatzanstieg um 7 Prozent auf 5,78 Milliarden Dollar.
Allerdings musste Microsoft gleichzeitig einen Rückgang der Windows-Verkäufe um 1 Prozent hinnehmen, was auf die Schwäche im PC-Markt zurückzuführen ist. Diese wiederum hat damit zu tun, dass Nutzer vermehrt Tablets wie Apples iPad kaufen statt günstige Notebooks, die meistens mit Windows bestückt sind.
In finanzieller Hinsicht muss sich Microsoft aber dennoch keine Sorgen machen. Der Gewinn machte im Jahresvergleich einen Sprung um 30 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 17,37 Milliarden Dollar. Cowen-Analyst Gregg Moskowitz bezeichnete das Quartal gegenüber US-Medien als "solide und unspektakulär", da Microsoft vor allem von langfristigen Aufträgen für Software und Services profitiert habe.
Abgesehen vom Firmengeschäft hat Microsoft allerdings nach wie vor Mühe. Im Entertainment-Bereich (Xbox) konnte der Software-Riese den Umsatz zwar um 30 Prozent auf 1,49 Milliarden Dollar steigern, doch gleichzeitig wuchs der operative Verlust in der Online-Sparte (Bing) für das gesamte Jahr auf 2,56 Milliarden Dollar. Dies im Vergleich zu einem Verlust von 2,34 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz in der Online-Sparte stieg um 17 Prozent auf 662 Millionen Dollar. (mim)

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