Microsoft hat Ende September das neue, gigantische (65'000 Quadratmeter!) Rechenzentrum in der Nähe von Chicago feierlich eröffnet. In dem Rechenzentrum sollen die Server sitzen, auf denen Microsofts Online-Services (Suchmaschine, Online-Kartendienste, Online-Bürosoftware, Rechenkapazität nach Bedarf, ...) laufen.
Das besondere an dem Rechenzentrum ist, dass ein Teil davon nur eine nackte, dafür aber umso grössere Garage ist, in der Container in der handelsüblichen Grösse gestapelt werden.
Die Container werden jeweils voll ausgerüstet und bepackt mit 1'800 bis 2'500 Servern vom Hersteller angeliefert. Die Container ermöglichten eine effizientere Kühlung und sollen damit den Stromverbrauch reduzieren, schreibt Microsoft Infrastruktur-Chef Arne Josefsberg in einem Blogbeitrag. Das RZ soll 550 Millionen Dollar gekostet haben und wird in der ersten Phase mit 30 Megawatt versorgt. Total soll das Rechenzentrum Platz für 112 Container, die in zwei Stockwerken aufeinander gestapelt werden, haben. Zur Zeit sind aber erst 12 der "Parkplätze" belegt.
Microsoft hat einen kurzen Film veröffentlicht, in dem gezeigt wird, wie ein solcher Container - der alleine schon ein gar nicht so kleines Rechenzentrum ist -
angeliefert und "parkiert" wird.
Ein wichtiges Argument für den Bau von Rechenzentren als "Garage" für Container, ist die Zeit. Online-Services können sehr rasch nach mehr Rechen- und Speicherkapazität verlangen. Gemäss 'InformationWeek' beträgt die Lieferfrist für einen neuen, voll ausgerüsteten Container, der mit einem standardisierten Anschluss für Netzwerk, Strom und Kühlung versehen ist, nur sechs bis acht Wochen und es gibt heute sechs verschiedene Hersteller, die solche bauen können. (hc)
(Foto: Blick ins Innere eines der von Microsoft verwendeten Container.)