Microsoft zahlt kräftig drauf: 126 Dollar Verlust pro Xbox

24. November 2005 um 16:52
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Spielkonsolen werden normalerweise mindestens am Anfang ihres Lebenszyklus nur knapp über oder sogar unter den Gestehungskosten verkauft.

Spielkonsolen werden normalerweise mindestens am Anfang ihres Lebenszyklus nur knapp über oder sogar unter den Gestehungskosten verkauft. Die Hersteller hoffen, diesen Verlust durch den Verkauf der Spiele sowie später im Lebenszyklus der Hardware, wenn die Bauteile billiger geworden sind, wieder hereinzuholen.
Die Marktforscher von iSuppli wollten genauer wissen, wie dies bei der Xbox 360 genau aussieht. Sie nahmen eines der ersten Exemplare, das sie in die Finger bekamen, auseinander, um die Materialkosten zu berechnen. Nach ihrer Schätzung belaufen sich diese für eine Xbox 360 Premium auf 525 Dollar. Da die Geräte in den USA für 399 Dollar verkauft werden, zahlt Microsoft also erstaunliche 126 Dollar pro Einheit drauf. (Dabei sind die Margen der Händler und andere Zusatzkosten noch nicht einmal mit eingerechnet.)
Der grösste einzelne Kostenpunkt ist gemäss iSuppli die Grafikkarte von ATI, die 141 Dollar kosten soll und für hochauflösende Grafik zuständig ist. Gleich dahinter folgt die von IBM hergestellte CPU mit 106 Dollar, weitere grössere Kostenfaktoren sind der RAM-Speicher und die Harddisk.
Übrigens: IBM stellt ja auch die Chips für die geplanten neuen Konsolen von Sonys und Nintendo her. Chris Crotty, ein Senior Analyst bei iSuppli fand darum: "Eine Menge Leute fragen mich, wer der Gewinner auf dem Konsolenmarkt sein wird, Microsoft oder Sony. Meine Antwort ist: IBM." (hjm)

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