München schliesst Projekt "Limux" ab

18. Dezember 2013 um 16:31
  • technologien
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Knapp zehn Jahre nach dem Projektstart hat die Münchner Stadtverwaltung die Migration auf Linux abgeschlossen.

Knapp zehn Jahre nach dem Projektstart hat die Münchner Stadtverwaltung die Migration auf Linux abgeschlossen.
Zehn Jahre nach dem Beschluss des Münchner Stadtrats, den Grossteil der PC-Arbeitsplätze der bayerischen Landeshauptstadt von Windows auf Linux umzustellen, wurde das berühmte Projekt "Limux" nun erfolgreich abgeschlossen. Am 11. Dezember hat der IT-Ausschuss den Projekt-Abschlussbericht abgenommen. Ab sofort laufen die städtischen Rechner mit dem Open-Source-Betriebssystem im Regelbetrieb, heisst es aus Deutschland.
80 Prozent aller Arbeitsplätze arbeiten nun mit Linux - das sind rund 14'800 PCs. Die Entwickler der Stadt München haben zudem ein stadtweites Formularverwaltungssystem mit dem Namen "WollMux" entwickelt, das eine Erweiterung für OpenOffice ist. Die Stadt hat WollMux als freie Software veröffentlicht und an Kommunen, Firmen sowie Privatleute weitergegeben.
Damit wurde ein über Landes- und Sprachgrenzen bekanntes Projekt abgeschlossen. Am 28. Mai 2003 hatte der Münchner Stadtrat diesen Schritt beschlossen. Ein Jahr darauf beauftragte der Stadtrat die Vewaltung damit, 12'000 Arbeitsplatzrechner auf Linux umzustellen. Der offizielle Startschuss für "Limux" fiel 2005.
Dauer: zu lange? Kosten: zu teuer?
"Limux" hat aber nicht nur Fans. Bereits zu Beginn des Projekts gab es Verzögerungen. Die Pilotphase dauerte länger als gedacht.
Zudem hatte Microsoft anfangs dieses Jahres eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die Kosten des "Limux"-Projekts zu analysieren. Und siehe da, das Projekt soll über 60 Millionen Euro gekostet. Das wären dreieinhalb mal soviel, wie der Verbleib bei Microsoft gekostet hätte. Die Studie wurde aber damals nicht veröffentlicht. (lvb)

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