Nationalrat winkt Nachrichtendienst­gesetz durch

25. September 2015 um 13:19
  • security
image

Der Nationalrat hat das Nachrichtendienstgesetz (NDG) heute defitiv verabschiedet.

Der Nationalrat hat das Nachrichtendienstgesetz (NDG) heute defitiv verabschiedet. Dass er dies tun würde, ist schon seit längerem klar.
Mit dem neuen NDG darf der Schweizer Geheimdienst (Nachrichtendienst des Bundes) insbesondere Trojaner einsetzen und Computer hacken und den Datenverkehr, der über Glasfasern läuft, absaugen und analysieren (sogenannte "Kabelaufklärung"). Bisher durfte er das auch schon, aber nur wenn die Daten über über Funk und Satelliten transportiert wurden. Bestimmte Überwachungsmassnahmen benötigen die Genehmigung eines Bundesrichters. Ausserdem sollen die Überwacher des NDB von einer unabhängigen Aufsichtsbehörde überwacht werden.
Die Abstimmung fiel klar aus. 141 Nationalräte stimmten dem NDG zu, 41 lehnten es ab und acht enthielten sich der Stimme. Gespalten war die SP-Fraktion. 23 Sozialdemokraten lehnten das Gesetz ab, 15 stimmten zu, sechs enthielten sich. Die Bürgerlichen stimmten fast geschlossen für das Gesetz. Einzig der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander stimmte gemäss dem amtlichen Bulletin gegen das NDG.
Noch unklar ist, ob die Gegner des Gesetzes (Grüne, Teile der SP) ein Referendum zustande bringen werden. Denn sie sind bereits im Referendum gegen das BÜPF. in dem die polizeilichen Überwachungsmassnahmen geregelt sind, engagiert. (hc)

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

PHP-Angriffe: Schweiz blieb bis anhin verschont

Die kritischen PHP-Lücken werden millionenfach angegriffen, teils schon vor der Veröffentlichung der Patches. In der Schweiz sind bislang keine Angriffe bekannt.

publiziert am 22.10.2026
image

Publica wollte Pensionskassendaten löschen lassen

Die Daten von Bundesangestellten lagen trotz schriftlicher Löschzusage noch bei PK Softech. Die Pensionskasse Publica klärt ab, warum.

publiziert am 22.10.2026
image

Schweizer KMU technisch geschützt vor Cyberangriffen

Viele Schweizer KMU haben einen technischen Schutz vor Cyberbedrohungen installiert. Sie wissen aber auch, dass durch KI neue Gefahren drohen und wollen aufrüsten.

publiziert am 22.10.2026
image

Kritische PHP-Lücken gefährden Webserver weltweit

Zwei kritische Schwachstellen in PHP könnten Angreifern ermöglichen, Webserver aus der Ferne zu übernehmen. Die Sicherheitsupdates sollen umgehend eingespielt werden.

publiziert am 21.10.2026