Notebook mit Daten von 196'000 HP-Mitarbeitenden gestohlen

23. März 2006, 10:50
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Diesmal verliert der US-Finanzdienstleister Fidelity Investments heikle Kundendaten.

Diesmal verliert der US-Finanzdienstleister Fidelity Investments heikle Kundendaten.
Wie US-amerikanische Medien heute berichten, wurde erneut ein Notebook mit sensiblen Daten gestohlen. Der Finanzdienstleister Fidelity Investments bestätigte gestern den Verlust eines Notebooks, das persönliche Daten von 196'000 HP-Mitarbeitenden enthielt. Auch HP bestätigte gestern den Vorfall. Der Diebstahl sei am Abend des 15. März passiert, teilte die Sprecherin des in Boston ansässigen Unternehmens, Anne Crowley, mit. Wie und wo das Gerät entwendet wurde, wollte Fidelity nicht mitteilen. Das Gerät wurde anscheinen von mehreren Mitarbeitenden ausserhalb des Betriebsgeländes genutzt.
Die Sprecherin versicherte aber, dass die Daten von gegenwärtigen und ehemaligen HP-Mitarbeitenden auf dem Notebook nicht gelesen werden können. Der Zugriff auf die Daten sei nur durch eine spezielle Security-Applikation möglich. Diese Applikation sei am Tag nach dem Diebstahl abgelaufen. Allerdings muss man bemerken, dass es für das Kopieren von Daten nicht 24 Stunden braucht. Die Sprecherin selbst bezeichnete es immerhin als "schwierig" und nicht als "unmöglich", die auf dem Notebook enthaltenen Informationen zu lesen.
Das Notebook enthielt Namen, Adressen, Geburtstage und Sozialversicherungsnummern. Die Diebe hätten es aber wahrscheinlich gar nicht auf die Daten abgesehen, sondern auf das Gerät selbst, teilte die Sprecherin mit. Die Behörden hätten gesagt, dass an jenem Tag in der Gegend mehrere Notebooks gestohlen worden seien. HP und Fidelity haben damit begonnen, die Betroffenen zu informieren.
Der Ruf von Consulting-Unternehmen in Sicherheitsfragen ist momentan angeschlagen. In den vergangenen Wochen wurden verschiedene Fälle von Datenverlusten der Unternehmensberater Deloitte & Touche bekannt. Letzterer hat das Kunststück fertig gebracht, gleich mehrmals Notebooks mit heiklen Daten zu verlieren – darunter auch eines, das persönliche Informationen von Sun-CEO Scott McNealy enthielt. (mim)

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