Nutzer bewerten Schweizer Corona-App positiv

5. Juni 2020 um 13:04
image

Die Speicherung der Daten von Swisscovid bei AWS in Deutschland sind für den Eidgenössischen Datenschützer kein Problem.

Erste Rückmeldungen von Benutzern der Coronavirus-Tracing-App in deren Pilotphase zeigen ein gemischtes, aber insgesamt überwiegend positives Bild. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) würde die Mehrheit die App Swisscovid weiterempfehlen und wolle sie auch in Zukunft nutzen.
Rückmeldungen kamen bisher vor allem zu Installationsproblemen und Fehlermeldungen im Zusammenhang mit der Ländereinstellung der Smartphones, wie Gregor Lüthy vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) gegenüber der Nachrichtenagentur 'Keystone-sda' sagte. Laut BAG benutzen aktuell 50'000 Schweizerinnen und Schweizer die Corona-App. Anfang Juni wurden auch die ersten Ergebnisse aus dem Pen-Test bekannt.
Für Swisscovid arbeitet das BAG neben Google und Apple auch mit AWS in Deutschland zusammen. Die Netzwerk-Infrastruktur des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation würde für den Betrieb nicht ausreichen, heisst es aus Bern. Geprüft hat diese Zusammenarbeit der Eidgenössische Datenschützer. Er sieht darin keine Probleme, empfiehlt jedoch aus Gründen der Transparenz, die Speicherung der anonymen Daten bei einem Drittanbieter in der Verordnung zur App aufzuführen.

Singapur will alle Einwohner mit Corona-Wearable ausstatten

Neben der Schweiz haben diverse andere Länder ihre Corona-App gestartet oder stehen kurz davor. 'Reuters' hat dazu einen Überblick publiziert: Die Schweiz, Lettland und Italien haben sich dabei für die Bluetooth-Nutzung entschieden. Deutschland will ebenso auf Bluetooth setzen, doch dort verzögert sich die App-Einführung. Gemäss einer neuen Umfrage wollen zudem weniger als die Hälfte der Bundesbürger eine Corona-App installieren.
Auch in Grossbritannien befindet sich eine Corona-App noch in der Testphase. In Frankreich ist die App "Stopcovid" seit Kurzem in Betrieb, wird jedoch von diversen Kreisen aus Politik und Datenschutz kritisiert. Trotzdem wollen sie laut einer Umfrage 62% der Bevölkerung nutzen – 23% der Franzosen besitzen allerdings gar kein Smartphone. Singapur plant derweil, jedem seiner 5,7 Millionen Einwohner ein Wearable zur Verfügung zu stellen, mit dem Personen identifiziert werden können, die mit Trägern des Coronavirus interagiert haben. Daraus könnte eine der umfassendsten Kontaktverfolgungen weltweit entstehen.

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

Volles Vertrauen dank moderner Cybersicherheit

Wenn Unternehmen ihre Finanzdaten in fremde Hände geben, muss das Vertrauen absolut sein. Für Treuhandgesellschaften ist Informationssicherheit daher existenziell. Die Aeberli Treuhand AG aus Zürich – seit über 75 Jahren etabliert – hat ihre IT-Sicherheitsarchitektur grundlegend modernisiert.

imageAbo

Nach 16 Jahren: Supercomputing-Zentrum wechselt Stromlieferant

Das EWZ Stadt Zürich löst die Aziende Industriali di Lugano ab. Die ETH äussert sich zu dieser Änderung, dem Stromverbrauch und der Energieeffizienz des CSCS.

publiziert am 30.10.2026
image

Waadt ergreift Referendum gegen Epic

Wer soll entscheiden, ob das IT-System Epic im CHUV sowie in elf Spitälern der Romandie eingeführt wird? Das Volk. Ein überparteiliches Komitee startet ein Referendum.

publiziert am 30.10.2026
image

Hacker klauen 6,3 Milliarden Dollar bei Binance

Laut neusten Erkenntnissen nützten die Hacker mehrere Sicherheitslücken aus, genaueres weiss man aber noch nicht.

publiziert am 30.10.2026