Obama will Cybersecurity stärken

14. Januar 2015 um 08:24
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Nach der Hackerattacke auf das Filmstudio Sony Pictures will US-Präsident Barack Obama verstärkte Cybersicherheit.

Nach der Hackerattacke auf das Filmstudio Sony Pictures will US-Präsident Barack Obama verstärkte Cybersicherheit. Unternehmen sollen ermutigt werden, ihre Erfahrungen mit Angriffen noch besser mit den Behörden und untereinander zu teilen.
Am Dienstag (Ortszeit) stellte Obama ein neues Gesetz vor, sprach mit führenden Kongresspolitikern und rief den Kongress zum Handeln auf. Der Verkauf von Botnets, bei denen Online-Kriminelle die Computer ahnungsloser Nutzer missbrauchen, soll strafrechtlich verfolgt werden, heisst es im Vorschlag des Weissen Hauses.
Auch der Verkauf gestohlener Kreditkarten- und Bankdaten sowie von Spyware, die Identitätsdiebstahl ermöglicht, soll unter Strafe gestellt werden. Botnets, die mit Denial of Service-Angriffen bestimmte Websites ins Visier nehmen und diese gezielt lahmlegen wollen, sollen per Gerichtsbeschluss abgeschaltet werden.
Die Attacke gegen Sony sowie das von mutmasslich islamistischen Dschihad-Sympathisanten gehackte Twitter-Konto des US-Militärs zeigten, dass beim Thema Cybersicherheit noch deutlich mehr getan werden müsse, sagte Obama. Auch bei seiner Rede zur Lage der Nation kommende Woche will er das Problem ansprechen.
Das "brutale Regime" Nordkorea habe Cyberattacken als neue Waffe zu seinem Arsenal hinzugefügt, sagte der Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses im Abgeordnetenhaus, Ed Royce, bei einer Anhörung. Trotz begrenzter Internet-Fähigkeiten sei mittlerweile eine "Eliteeinheit für Cyber-Kriegsführung" am Werk, das sogenannte Bureau 121.
"Es gibt kein internationales Abkommen oder klare Definition, was Cyber-Krieg oder Cyber-Terror ausmacht", sagte der Abgeordnete Eliot Engel. Doch Cyber-Attacken könnten zu Eigentumsverlust führen, Angst schüren, die Bevölkerung einschüchtern oder gar Leben kosten. "Sie können so ernst sein wie herkömmliche Akte des Krieges oder Terrors."
Nordkorea wies erneut jede Verantwortung für den Hackerangriff auf die Produktionsfirma Sony zurück und verlangte von den USA Beweise für derlei Anschuldigungen verlangt. Der stellvertretende nordkoreanische UNO-Botschafter An Myong Hun sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz am UNO-Sitz, sein Land habe mit der Hacker-Attacke "nichts zu tun". Derlei Anschuldigungen aus Washington seien "Blödsinn" und die US-Regierung möge Beweise für ein Fehlverhalten Pjöngjangs vorlegen. (sda/mim)

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