Oracle will die Autonomous Database sowie die Public-Cloud-Dienste künftig auch in den Rechenzentren seiner Kunden verfügbar machen. Man komme damit einem grossen Bedürfnis entgegen und biete nun eine Lösung für Firmen-Workloads, deren Anforderungen an Datenhoheit, Sicherheit und Performance einen Betrieb in der Public Cloud nicht erlauben würden, teilt Oracle mit.
Die Oracle Autonomous Database kann in zwei Varianten im eigenen RZ betrieben werden: Entweder als eigenständiges Angebot oder als Teil der "Oracle Dedicated Region Cloud @ Customer", einer On-Premise-Cloud-Region, die ebenfalls neu angekündigt wurde. Die notwendigen Racks würden von Oracle aufgestellt und verwaltet, wie 'CRN' berichtet. Allerdings müssten für das Angebot 200 Quadratmeter freie Fläche vorhanden sein, die mit einer Leistung von 0,5 Megawatt versorgt werden könnten.
Oracle Autonomous Database auf "Exadata Cloud @ Customer", das bereits angeboten und bei verschiedenen Kunden eingesetzt werde, ermögliche es Unternehmen, in eine vollautomatisierte und von Oracle gemanagte Umgebung zu wechseln. "Jetzt bringen wir auch die Oracle Autonomous Database in die Rechenzentren unserer Kunden und befreien damit Datenbank-Administratoren und Entwickler von alltäglichen Wartungsaufgaben", lässt sich Oracle-Manager Juan Loaiza in der Mitteilung zitieren.
Die autonomen Funktionen umfassen laut Oracle Datenbankbereitstellung, Tuning, Clustering, Katastrophenschutz, elastische Skalierung, Sicherung und Patching. Eine automatische Anpassung an sich verändernde Workloads garantiere ein echtes Pay-per-Use, verspricht der Datenbank-Riese. Der Kunde verpflichte sich aber zur Abnahme von Diensten im Umfang von mindestens sechs Millionen Dollar pro Jahr über mindestens drei Jahre, wie
'CRN' schreibt. Das Angebot richtet sich also an Grossunternehmen.
Einen Seitenhieb gegen Public-Cloud-Leader AWS kann sich Oracle nicht ganz verkneifen und schreibt in der Mitteilung: "Mit Oracle Autonomous Database on Oracle Exadata Cloud @ Customer können Unternehmen siebenfach grössere Datenbanken betreiben und wesentlich mehr Datenbanken konsolidieren als mit AWS RDS auf Outposts"