"Pivots" protestieren vor Akqui­sition gegen VMwares Kultur­verständnis

22. November 2019, 14:14
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In einem offenen Brief haben sich Mitarbeiter von Pivotal an ihre jetzigen Manager und an ihre baldigen Chefs von VMware gewandt.

In einem offenen Brief haben sich Mitarbeiter von Pivotal an ihre jetzigen Manager und an ihre baldigen Chefs von VMware gewandt. "Es fühlt sich an, als hätten sie ohne besonderen Grund wichtige Mitarbeiter abgesägt. Es ist nicht richtig, es wird nicht funktionieren, und es ist nicht nett", heisst es im Brief. Das Motto der Pivotal-Belegschaft lautet aber gerade: "Tue das Richtige. Mache, was funktioniert. Und sei immer nett."
Grund für den Brief sind drohende Entlassungen im Vorfeld der Akquisition durch VMware für 2,7 Milliarden Dollar. Bis zu 150 Stellen sollen dabei dem Rotstift zum Opfer fallen, wie 'Business Insider' (Paywall) berichtet. So wird dann von den rund 250 unterzeichnenden "Pivots" auch gefordert, dass es keinen Abbau von Stellen geben dürfe.
Betroffen sei insbesondere das WorkOps-Team, das offenbar durch Auftragnehmer ersetzt werden soll. Die "Directors of Happiness", wie die Team-Mitglieder im Brief genannt werden, sind für die Leitung der Büros, die Beratung der Mitarbeiter und die Pflege der Firmenkultur zuständig. Auf seine Kultur zeigte sich Pivotal in der Vergangenheit immer wieder stolz. Laut den protestierenden "Pivots" versteht dies VMware ebenso wenig wie ihre Bedürfnisse.
Im offenen Brief ist von einem Vertrauensbruch die Rede. "Die Entscheidung, Workplace Operations zu ersetzen, zeigt eine entscheidende Lücke im Verständnis von Pivotal als Unternehmen durch VMware und im Verständnis von VMware für unsere Bedürfnisse als Praktiker", heisst es dort. Zudem wird von einem in den Details "diktatorischen Ansatz" geschrieben und das Management vor "moralischen Auswirkungen" gewarnt.
Pivotal zählt weltweit rund 3000 Mitarbeiter. Dell-Tochter VMware will mit der Übernahme von Pivotal, das 2012 als Spinoff aus EMC und VMware hervorgegangen war. Laut Analysten möchte VMware mit dem Schritt auch der Entwickler-Community näherkommen.
Das scheinen nicht alle zu goutieren. Die "Pivots", die den Brief unterzeichnet haben, wollen nach eigener Aussage genau prüfen, ob sie VMware-Mitarbeiter und -Aktionäre werden möchten. (ts)

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