Positive Bilanz eines ICT-Ausbildungsprogramms für Geflüchtete

19. August 2020, 14:27
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"Powercoders" soll Geflüchteten zu einem ICT-Job verhelfen. Das Programm führte zu Lehrstellen, Praktika und Festanstellungen, so der Bund.

148 Geflüchtete haben das ICT-Ausbildungsprogramm "Powercoders" absolviert. Dies bilanziert das Staatssekretariat für Migration nach einer dreijährigen Pilotphase.
Dieses ICT-Arbeitsintegrationsprogramm umfasst neun Ausbildungsgänge in Web Development Basics, Netzwerk oder Testing. Aber auch Business- und soziale Skills werden vermittelt.
Das Programm findet in der Deutschschweiz wie in der Romandie statt und soll den Teilnehmenden den Zugang zu ICT-Jobs erleichtern. Nach erfolgreichem Abschluss wird ihnen von der Non-Profit-Organisation "Powercoders" ein 6- bis 12-monatiges Praktikum vermittelt. Dabei werden die Geflüchteten von Job Coaches begleitet.
Die Evaluation ergab laut Staatssekretariat für Migration (SEM) ein positives Resultat für das Pilotprojekt: 90% der 148 Teilnehmenden konnte im Anschluss ein ICT-Praktikum vermittelt werden. Von den 33 Teilnehmenden, die an den ersten beiden Ausbildungsgängen 2017 und 2018 teilgenommen haben, hätten heute 22 eine Festanstellung oder eine Lehrstelle in der ICT-Branche gefunden.
Weitere Geflüchtete hätten dank ihren neu erworbenen IT-Kenntnissen Stellen in anderen Berufsfeldern gefunden.
Laut der Powercoders-Website stammten zwischen 2017 und 2019 die meisten Teilnehmenden aus Syrien, Eritrea und Afghanistan, hinzu kamen Geflüchtete aus 14 weiteren Ländern.
Es haben laut SEM über 80 ICT-Firmen am Programm teilgenommen, das den Informatik-Fachkräftemangel mildern soll, indem das inländische Potenzial an Arbeitskräften besser ausgeschöpft wird.
Eine der beteiligten Firmen ist die Winterthurer Web-Firma Deep Impact. "Wir unterstützen das Powercoders-Projekt sehr gerne und schätzen das hohe Engagement der Initianten und Coaches. In unser Team passen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und wir achten dabei vielmehr auf das Mindset als auf Diplome und Zeugnisse. Wer etwas erreichen will und talentiert ist, kann das lernen. Deshalb waren wir interessiert, am Powercoders Programm teilzunehmen", sagt COO Manuela Hug.
Nicht zuletzt, so die Medienmitteilung, konnten sich diese Geflüchteten aus der Sozialhilfeabhängigkeit lösen und können nun selber für sich und ihre Angehörigen sorgen..
Das Staatssekretariat für Migration hat sich mit insgesamt 450'000 Franken an den Projektkosten beteiligt, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.
Nach dem erfolgreichen Pilot läuft das Programm in Lausanne und Zürich weiter.
Interessenbindung: Deep Impact ist die Mutterfirma von Winsider, dem Verlag von inside-it.ch und inside-channels.ch.

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