E-Voting wird in der Schweiz nach wie vor angestrebt. Zum einen hat der Bundesrat kürzlich
Vorschläge zur Neuausrichtung des Versuchsbetriebs in die Vernehmlassung geschickt. Das Ziel: Die Kantone sollen in begrenztem Umfang wieder Versuche mit E-Voting durchführen können.
Derweil legt der potentielle E-Voting-Anbieter Post seine Lösung in Etappen offen.
Vor einigen Wochen war dies ein Teil der "Crypto-Primitives-Library". Nun stehe die System-Spezifikation bereit, um auf Schwachstellen untersucht zu werden, meldet die Post. Dies sei eine "detaillierte Beschreibung des kryptografischen Protokolls", erklären die Verantwortlichen.
Verschiedene nationale und internationale Forscherinnen und Forscher hätten bis anhin Schwachstellen gefunden, rapportiert die Post gleichzeitig. "Basierend auf den eingegangenen Meldungen hat die Post verschiedene Verbesserungen der in der Open Source-Library veröffentlichten Algorithmen identifiziert. Die neue Version des kryptografischen Protokolls, die nun veröffentlicht wird, enthält u.a. eine Korrektur bezüglich der individuellen Verifizierbarkeit, die im Rahmen der Offenlegung gemeldet wurde."
Für einen späteren Zeitpunkt kündigt die Post an, man werde ein öffentliches Bug-Bounty-Programm lancieren und "in einigen Monaten" werde der Source-Code des Systems und der separaten Verifizierung-Software zur unabhängigen Prüfung offengelegt.