Ransomware: Systeme der Pallas Gruppe nach zähem Prozess wieder in Betrieb

24. August 2021, 14:25
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Es habe sich um eine "neuere sehr aggressive" Malware gehandelt, so die Klinikgruppe. Wie die Daten gerettet werden konnten, will sie nicht preisgeben.

Vor knapp zwei Wochen wurde die Pallas Gruppe von einem Ransomware-Angriff heimgesucht. Dabei wurden die Systeme der Klinikgruppe verschlüsselt, sie war nur noch telefonisch zu erreichen. Nun gibt das Unternehmen Entwarnung: Alle Systeme würden wieder einwandfrei funktionieren, sämtliche Daten hätten wiederhergestellt werden können.
Die Pallas Kliniken seien von einer neueren sehr aggressiven Ransomware einer unbekannten Gruppe angegriffen worden, heisst es in einer Mitteilung. Diese sei in der Lage gewesen, die Sicherheitssysteme und Virenscanner zu deaktivieren. Die Wiederherstellung der Systeme sei darum ein langwieriger Prozess gewesen.
Es sollen aber keine Daten entwendet worden sein: "Wir haben die Daten ausführlich geprüft und keinerlei Indizien dafür gefunden, dass Daten entwendet worden wären", erklärt die Pressesprecherin auf Anfrage von inside-it.ch. Zu allen weiteren Fragen will sich die Klinikgruppe nicht äussern, das Ermittlungsverfahren laufe noch.
Weder welche Ransomware eingesetzt wurde noch ob das Unternehmen ein Lösegeld für die Daten gezahlt hat, gibt die Klinik preis. Etwas erstaunlich will das Unternehmen auch nicht sagen, ob die Daten von einem Backup wiederhergestellt werden konnten. Man kommentiere die Art und Form des Angriffs nicht, hiess es dazu lediglich.
Die 1994 gegründete Pallas Gruppe betreibt in der Schweiz 20 Standorte. In den auf Augenheilkunde sowie ästhetische Medizin spezialisierten Kliniken werden jährlich rund 120'000 Patientinnen und Patienten behandelt.

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