Sage Schweiz lanciert Service- und Cloud-Offensive

16. Mai 2012 um 14:44
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Sage Schweiz bringt noch dieses Jahr eine echte SaaS-Lösung und entwickelt Sage 200 (Simultan) neu. Potentiell revolutionär sind aber Sage "Connected Services".

Sage Schweiz bringt noch dieses Jahr eine echte SaaS-Lösung und entwickelt Sage 200 (Simultan) neu. Potentiell revolutionär sind aber Sage "Connected Services".
(Zu?) lange hat sich der britische Software-Konzern Sage vornehm aus dem lärmigen Marketing-Konzert um "Cloud" und "SaaS" herausgehalten. Sage entwickelt in der Schweiz, wie in vielen anderen Ländern auch, lokal Business-Lösungen für KMU und vertreibt dazu Konzernlösungen wie etwa Sage X3 (ein Konkurrenzprodukt zu ProAlpha, Dynamics AX und SAP) sowie Sage Act! und Sage CRM.
Nun ist es aber mit der Zurückhaltung vorbei. Der Hersteller wird noch vor Ende Jahr in der Schweiz eine "echte" Cloud-Lösung, 'Sage One', lancieren, wie Sage-Schweiz-Chef Jean-Jacques Suter (Foto) im Gespräch sagt. 'Sage One' ist eine lokaliserte Version einer SaaS-Lösung, die es in Grossbritannien bereits gibt. Es handelt sich um eine "echte" SaaS-Lösung, die Software wird also für alle Kunden zentral in einem Rechenzentrum betrieben, wo auch die Daten auf einer einzigen Datenbank gespeichert und gesichert werden.
Mit Sage One tritt der Konzern gegen lokale Player wie etwa Skip5 an. Die Lösung wird rund 20 bis 30 Franken pro User und Monat kosten, verriet uns Suter.
Ein interessantes Mischmodell wird Sage bei der KMU-Lösung Sage 100 anbieten. Während die Software selbst lokal installiert wird, um die Anbindung von Umsystemen wie etwa einer Kasse oder einem Webshop einfach zu gestalten, werden die Daten in einer "Computer-Wolke" gehalten. Dieses "Hybrid Client" genannten Modell, erlaubt einen einfachen Fernzugriff auf diese Daten sowie die Zusammenarbeit mit Treuhändern.
Connected Services: Das "Ich bin auch ein Software-Abo"-Modell
Bisher lag Sage im Vergleich zu Konkurrenten wie Abacus und myFactory technologisch und bei der Adaption von neuen Business-Modellen eher im Hintertreffen. Nun lanciert der Milliarden-Konzern mit "Connected Services" ein raffiniertes Geschäftsmodell. Kunden, die ein Software-Abo bezahlen, können innerhalb der Software auf Zusatzservices von Drittanbietern zugreifen. So gibt es Services für Debitorenmanagement und Inkasso von Collecta und Dienstleistungen für E-Mail-Marketing zusammen mit Mayoris.
Sage und Sage-Reseller sind damit in der Lage Software und Software-Wartungsverträge zu verkaufen, ohne über Software zu sprechen und gleichzeitig mit dem Verkauf von Services Zusatzerträge zu erzielen. Wie Suter sagt, werden eine ganze Reihe von Dienstleistungen dazu kommen - Sage Spanien bietet deren 70 (!) an.
Sage 200 (Simultan) wird neu entwickelt
Zu guter Letzt investiert Sage nun in die Neuentwicklung von Sage 200, dem guten alten Simultan. Sage 200 soll bis etwa Mitte nächstes Jahr auf eine moderne, Dreischichten-Software-Architektur portiert werden. Wie bisher setzt Sage auf Microsoft .Net-Technologie. Ob Sage 200 auch für Microsofts Cloud-Plattform Azure fit gemacht werden soll, werde sich erst noch zeigen, so Suter. (Christoph Hugenschmidt)

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