Sage Schweiz steigert Umsatz und streitet weiter

8. Mai 2008, 13:24
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Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr. Umzug nach Root erst im April 2009. Rechtsstreit mit Bernd Pfaff noch nicht zu Ende.

Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr. Umzug nach Root erst im April 2009. Rechtsstreit mit Bernd Pfaff noch nicht zu Ende.
Die Schweizer Niederlassung des britischen Softwareherstellers Sage konnte im ersten Halbjahr von Oktober 2007 bis März 2008 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Wie Sage-Sprecher Marc Ziegler gegenüber inside-channels.ch sagt, ist dies vor allem auf den Kauf des Westschweizer ERP-Software-Herstellers Pro-Concept vor einem Jahr werde Sage dieses Jahr erreichen, sagt Ziegler zuversichtlich.
Weltweit steigerte Sage den Umsatz im ersten Semester um 9 Prozent von 588,7 auf 640,4 Millionen britische Pfund (zirka 1,3 Milliarden Franken). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) wuchs um rund 10 Prozent von 138,6 auf 152,4 Millionen Pfund (zirka 315 Millionen Franken).
Umzug erst im April 09
Den im vergangenen August bekannt Umzug der Schweizer Hauptniederlassungen in Altishofen (Sage Simultan) und Baar nach Root wird Sage erst per 1. April 2009 vollziehen können. Letztes Jahr rechnete das Unternehmen damit, bereits im Januar die neuen Büros beziehen zu können. Doch es gab laut Ziegler Verzögerungen beim Baustart.
Winware-Streit noch nicht zu Ende
Was den nunmehr seit einem Jahr laufenden Rechtsstreit mit dem ehemaligen Winware-Besitzer Bernd Pfaff angeht, sagt Ziegler, dass immer noch Gerichtsverfahren hängig sind. Grundsätzlich geht es aber nur um allfällige Schadenersatzzahlungen - die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Softwarelieferanten SelectLine sei ohnehin beendet. Pfaff, der 2003 Winware an Sage verkauft hatte, hat sich vor einem Jahr.
Gemäss Ziegler ist "Winware 2008" im Bereich Lohn und Rechnungswesen "sicher besser als das alte Winware". In der Warenwirtschaft sei die Sage-Software aber nicht auf dem Level des alten Winware, gibt Ziegler zu. Sage habe deshalb Mühe, Händler zu halten und Pfaff beziehungsweise SelectLine Schweiz habe in den vergangenen Monaten entsprechend ehemalige Sage-Reseller und -Kunden gewonnen. Sage migriere aber dennoch "fleissig" auf die eigene Version und könne momentan ein paar hundert "Winware 2008"-Kunden bedienen. (Maurizio Minetti)

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