SAP: HANA kann alles

16. Mai 2012 um 08:02
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SAP will die Welt erobern.

SAP will die Welt erobern.
Eigentlich ist es kein Geheimnis - SAP hat es nur nicht sehr laut gesagt: Die In-Memory-Datenbank HANA soll früher oder später als Datenbank "für alles" eingesetzt werden. Die nicht-relationale Datenbank soll also nicht nur für analytische Anwendungen dienen, bei denen sehr grosse Datenmengen rasch durchforstet werden. Nein, SAP HANA soll zur zentralen Unternehmensdatenbank, zur "single source of truth" von Firmen werden. SAP Hana soll also auch als Datenbank für transaktionale Daten werden, also etwa Daten einer klassischen Warenwirtschaft, die sich laufend verändern. Dies sagte heute SAP-Mann Bernd Leukert an einer Videokonferenz anlässlich der Kundenveranstaltung Sapphire.
Mit SAP HANA als zentrale Datenquelle könne eine Firma die Replikation von Daten für verschiedene Systeme, etwa Lösungen für CRM und andere für Beschaffung, vermeiden, so Leukert.
Doch Leukert, der bei SAP für die "kontinuierliche Innovation" bei den Applikationen verantwortlich ist, geht noch einen Schritt weiter. Ja - es werde auch die SAP-Kernapplikationen auf Appliances geben, auf dedizierten Maschinen also, auf denen die (In-Memory-)Datenbank und die Software vorinstalliert ist.
Wann aber die In-Memory-Datenbank aber als zentralen Datentopf für die klassischen ERP-Lösungen von SAP, die heute alle noch auf relationalen Datenbanken (oft vom Erzkonkurrent Oracle) sitzen, kommen wird, wollte Leukert nicht sagen.
Hingegen nannte er einen weiteren, noch grösseren Markt für SAP HANA. Die In-Memory-Datenbank soll auch zur Entwicklungsplattform für Drittanwendungen werden. Die Schlussfolgerung ist logisch: Wenn HANA für SAP gut ist, dann ist die DB ja auch gut für alle anderen Software-Hersteller. Sicher aber für die Kunden. So sagte McLaren-Boss Ron Dennis, der heute von Co-CEO Jim Hagemann Snabe während einer Rede als neuer Kunde für SAP HANA vorgestellt wurde: "Wir waren ganz verrückt darauf." (Christoph Hugenschmidt)

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