SAP hat am ERP-Lizenzmodell geschraubt – die DSAG freuts

8. Mai 2019 um 13:09
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Für die diesjährign SAP-Konferenz Sapphire Now in Orlando ist ein Feintuning am im letzten Frühjahr vorgestellten neuen ERP-Lizenzmodell vorgenommen worden.

Für die diesjährign SAP-Konferenz Sapphire Now in Orlando ist ein Feintuning am im letzten Frühjahr vorgestellten neuen ERP-Lizenzmodell vorgenommen worden. Wie die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) im Vorfeld der Konferenz mitteilte, handelt es sich um einen "besonderen Meilenstein für die Bestandskunden in Bezug auf die indirekte Nutzung". SAP biete künftig mehrere Optionen an, um die indirekte Nutzung, also den Zugriff von Drittsystemen auf SAP-Anwendungen, adäquat abzubilden und zu verrechnen, wie die DSAG schreibt.
Bekanntlich war im April 2018 versprochen worden, über das neue Lizenzmodell die Verrechnung der indirekten Nutzung viel transparenter zu gestalten als via das herkömmliche, rein User-basierte Modell. Wie jetzt diversen Medienberichten zu entnehmen ist, wurde das Angebot aber kaum angenommen, nicht einmal ein Prozent der 425'000 SAP-Kunden hätten es genutzt.
Das soll sich mit dem nun angereicherten Digital Access Adoption Programm (DAAP) ändern. Jedenfalls sei SAP seit Programmstart vor gut einem Jahr inzwischen "in wesentlichen Teilen den Vorschlägen der User Groups gefolgt und hat einen Riesenschritt gemacht, historisch gewachsene, hochkomplexe, vertragliche Vereinbarungen durch ein einfaches, transparentes Modell zu ersetzen", lässt sich der Software-Riese in einer Mitteilung der DSAG zitieren.
Dass es nun bei der indirekten Nutzung mehrere Optionen gibt, "weitestgehend kostenneutral und unbürokratisch auf das dokumentenbasierte Modell umstellen zu können", sei nicht zuletzt der DSAG und weiteren bedeutenden Anwendergruppen wie der Americas SAP Users Group (ASUG) zu verdanken. Gemeinsam mit SAP sei ein wichtiger Schritt nach vorne gemacht worden, um in diesem wesentlichen Bereich der digitalen Transformation voranzukommen.
Bei der DSAG betont man den optionalen Charakter der Erweiterungen. Denn kein Unternehmen muss zwangsläufig auf das dokumentenbasierte Modell umsteigen. SAP erkenne ausdrücklich an, dass eine bisher konforme Lizenzierung uneingeschränkt weitergeführt werden kann, ohne dass dem Kunden daraus Nachteile entstehen. Insbesondere dann, wenn die bisherige Lizensierung die wirtschaftlich deutlich vorteilhaftere Variante für den Kunden darstellt. "Damit existieren alle bestehenden Optionen weiterhin gleichberechtigt nebeneinander", so die DSAG weiter.
Beispielhaft herausgestrichen wird die Möglichkeit, die Vertragshistorie zu ignorieren und dennoch kostenneutral die notwendigen Dokumente zu erhalten. "Fakt ist aber auch, dass der Kunde einen 15-prozentigen Zuwachs an neu hinzukommenden Dokumenten erwerben muss, also vorab ein gewisses, zukünftiges Wachstum lizenziert", heisst es in der Mitteilung weiter. Eine andere Option ermögliche, einen Rabatt von 90 Prozent auf die gesamte Anzahl der abrechnungsrelevanten Dokumente zu erhalten. So könnten sich über das nun angereicherte DAAP für Bestandskunden, deren Prozesse respektive Dokumente über einen Altvertrag abgedeckt sind, "gegebenenfalls attraktivere Konditionen ergeben". (vri)
(Interessenbindung: Wir sind Medienpartner der DSAG.)

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