Schluss mit dem famosen Zürcher IT-Projekt

31. Mai 2012 um 12:29
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(Hoffentlich) das letzte Mal hat sich Zürichs Gemeinderat am Mittwoch mit dem IT-Projekt Famoz beschäftigt. Das Stadtparlament nahm den Schlussbericht zur Kenntnis.

(Hoffentlich) das letzte Mal hat sich Zürichs Gemeinderat am Mittwoch mit dem IT-Projekt Famoz beschäftigt. Das Stadtparlament nahm den Schlussbericht zur Kenntnis.
2006 wurde das Softwareprojekt "Fallmanagement Modell Zürich" (Famoz) vom Stadtzürcher Sozialdepartement lanciert - es erwies sich aber rasch als Flop. Das "IT-Debakel von Zürich" wurde nun von der städtischen Exekutive auf Wunsch des Parlaments in einem Schlussbericht zusammengefasst. Laut 'NZZ' war sich der Gemeinderat zwar einig, dass wahnsinnig viel schiefgelaufen sei, wer aber die Schuld trifft, konnte nicht abschliessend beantwortet werden. Das Parlament hiess den Inhalt und die Strossrichtung des Berichts mit 79 zu 41 Stimmen gut.
Einige Parteien hätten gerne gesehen, dass die gezogenen Lehren schriftlich festgehalten worden wären - allen voran die GLP. Laut 'SDA' hätten sie gerne mehr darüber erfahren, wie es nach Auslaufen des Wartungsvertrages 2019 weitergehen soll. GLP habe sich bei der Schlussabstimmung enthalten und die Weisung ablehnend zur Kenntnis genommen. SVP und SD lehnen den Bericht ab.
Die Leidensgeschichte
Famoz, die Applikation für die Fallprüfung und die Führung der Klientenbuchhaltung, war Anfang 2008 im Sozialdepartement eingeführt worden - bereits Mitte 2009 war das Modell bekannt als "IT-Debakel von Zürich" gestartet. Schlussstrich wurde bereits sechs Wochen später gezogen. Bilanz: 30 Millionen Franken ausgegeben, drei mal mehr als geplant, und die Software erfülle laut Vorsteher des Sozialdepartementes Martin Waser 75 Prozent der Anforderungen. (lvb)

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