Schweiz kann sich als Startup-Standort behaupten

19. März 2019, 13:52
  • technologien
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Der Aufwärtstrend bei den Risikokapitalfinanzierungen für europäische Startups habe sich vergangenes Jahr fortgesetzt, schreibt EY.

Der Aufwärtstrend bei den Risikokapitalfinanzierungen für europäische Startups habe sich vergangenes Jahr fortgesetzt, schreibt EY. Sowohl die Zahl als auch der Wert der Investitionen in europäische Startups habe im Vergleich zu 2017 zugelegt und ein neues Rekordniveau erreicht.
Die Anzahl der Finanzierungsrunden in Europa ist 2018 laut dem EY-Startup-Barometer gegenüber dem Vorjahr um 543 auf 4199 Transaktionen gestiegen. Dies entspreche einem Plus von 15 Prozent. Um elf Prozent im Jahresvergleich stieg der Gesamtwert der Finanzierungsrunden und betrug 21 Milliarden Franken.
In der Schweiz ist gemäss EY die Anzahl der Finanzierungsrunden um 36 Prozent gestiegen. "Risikokapitalgeber investieren erst dann in ein Startup, wenn sie von dessen Geschäftsmodell und seinen zukünftigen Wachstumschancen überzeugt sind. So beweisen diese zahlreichen und bedeutsamen Finanzierungsrunden von 2018, dass wir auch in der Schweiz über viele innovative und seriöse Startups verfügen", kommentiert Roger Krapf, Partner und Leiter der Startup-Initiative bei EY in der Schweiz.
1,3 Milliarden Franken Risikokapital für Schweizer Jungfirmen
Im Europavergleich liegt die Schweiz gemessen am Transaktionsvolumen auf Rang vier. Vergangenes Jahr erhielten die Jungunternehmen in der Schweiz 1,3 Milliarden Euro an Risikokapital. Ein Jahr zuvor waren es noch zwei Milliarden Euro, allerdings ist dieser hohe Wert 2017 auf einen Deal in Rekordhöhe von fast einer Milliarde Euro zurückzuführen. Das Pharma-Unternehmen Roivant Sciences erhielt laut EY 976 Millionen Franken. Europäischer Spitzenreiter ist Grossbritannien vor Deutschland und Frankreich.
Im Städte-Ranking gemessen an den Finanzierungsrunden rückt Zürich neu auf den sechsten Platz vor. 92 Finanzierungsrunden verbucht EY in Zürich. London, Berlin und Paris bleiben die Hotspots der Startup-Szene: Fast jede zweite Finanzierungsrunde in europäische Jungunternehmen wurde letztes Jahr in einer dieser drei Metropolen verzeichnet.
Es wurde in Schweizer Startups aus unterschiedlichen Branchen investiert, wie EY weiter schreibt. "Dies zeigt, dass die Schweiz über ein vielfältiges Fundament an talentierten Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern verfügt. Wir gehen deshalb davon aus, dass diese auch 2019 finanzielle Unterstützung durch Investoren erhalten werden", sagt Krapf.
Die grösste Finanzierung, die EY letztes Jahr in der Schweiz verzeichnete, belief sich auf 200 Millionen Franken. Das in Basel ansässige Pharma-Startup Roivant Sciences kann somit den Spitzenplatz belegen. Dahinter folgen die beiden Zuger Blockchain-Startups Dfinity Foundation und Seba Crypto, die 102 Millionen respektive 100 Millionen frisches Kapital erhielten. Auf Rang vier liegt der AR-Spezialist Wayray, der 80 Millionen Franken einsammelte und Platz fünf belegt Therachon, ein Basler Biotech-Jungunternehmen das 60 Millionen Franken einsammelte. (kjo)

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