Schweizer VRs: Digitalisierung ist gut (aber teuer)

26. August 2019 um 10:15
  • digitalisierung
  • schweiz
image

Laut der aktuellen Ausgabe der Umfrage "SwissVR Monitor" glaubt eine grosse Mehrheit der Verwaltungsräte von Schweizer Firmen, dass die Digitalisierung für ihr Unternehmen tendenziell eine gute Sache ist.

Laut der aktuellen Ausgabe der Umfrage "SwissVR Monitor" glaubt eine grosse Mehrheit der Verwaltungsräte von Schweizer Firmen, dass die Digitalisierung für ihr Unternehmen tendenziell eine gute Sache ist. 36 Prozent stimmen der Aussage, dass die Digitalisierung neue Geschäftsmöglichkeiten sowie Chancen für Mehrumsatz eröffnet vollständig zu. 46 Prozent tun dies zumindest "eher".
Big Data und Analytics (61 Prozent) sowie Automatisierung (57 Prozent) wurden am häufigsten als Technologien genannt, welche für das Unternehmen in Zukunft eine grosse Bedeutung haben werden. Die Cloud (43 Prozent), IoT (41 Prozent), KI (38 Prozent) und Mobile Computing (36 Prozent) bilden das Mittelfeld. Andere Technologien wie Blockchain, Roboter oder 3D-Druck wurden jeweils nur von einer kleinen Minderheit genannt. Aber das Interesse an diesen Technologien ist stark branchenabhängig. Die Blockchain-Technologie hat im Finanzdienstleistungssektor nach wie vor eine hohe Bedeutung (60 Prozent), im verarbeitenden Gewerbe sind IoT (61 Prozent) und Roboter (35 Prozent) überdurchschnittlich wichtig.
Gleichzeitig nannten die meisten der Befragten (48 Prozent) den Verwaltungsrat selbst als hauptsächlichen Treiber der Digitalisierung in ihrem Unternehmen. Der CEO (46 Prozent) und die Geschäftsleitung (43 Prozent) folgen dicht dahinter. Andere Treiber werden dagegen deutlich seltener erwähnt. Nur 16 Prozent der Befragten haben beispielsweise spezialisierte Digitalisierungsteams in ihrem Unternehmen und nur 14 Prozent sehen den CIO als Treiber der Digitalisierung.
Natürlich anerkennen die Verwaltungsräte auch die Kosten der Digitalisierung. Sie erfordert hohe Investitionen und verursacht Mehrkosten, die auf Margen und Geschäftsergebnisse drücken: Für 15 Prozent trifft diese Aussage voll und für 42 Prozent eher zu.
Mit potenziellen Digitalisierungsrisiken ethischer Natur wie Arbeitsplatzabbau, Diskriminierung, Manipulation oder Datenschutz befasst sich allerdings erst eine Minderheit von 46 Prozent der Befragten.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Schweizer Kunden in der Beute der Hacker von Ingram Micro

Beim Ransomware-Angriff auf Ingram Micro wurde ein grosses Datenpaket gestohlen. Darin befinden sich auch Dokumente der Schweizer Ländergesellschaft.

publiziert am 8.8.2025
imageAbo

"Schweiz zählt zu den wichtigsten Märkten für Workday"

Der Softwareanbieter konnte in jüngerer Vergangenheit diverse Schweizer Unternehmen für seine Lösungen gewinnen. Der Landeschef Frédéric Alran spricht über die Erfolgsrezeptur.

publiziert am 27.6.2025
imageAbo

Stadtbus Winterthur erneuert Betriebssoftware

Die Verkehrsbetriebe lösen eine Eigenentwicklung mit einer Standardsoftware ab. Sie soll die Personal- und Fahrzeugplanung erleichtern. Den Zuschlag hat IVU erhalten, in Basel ebenfalls.

publiziert am 26.6.2025
image

Bund unterschätzt Energiebedarf von RZs

In der Schweiz schossen in den letzten Jahren die Rechenzentren wie Pilze aus dem Boden. Die Anlagen brauchen viel Energie, die der Bund in seinen Zukunftsszenarien noch nicht eingeplant hat.

publiziert am 25.6.2025