Schweizer Webcams geknackt

20. November 2014 um 13:49
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Wer mit einer Internet-Kamera sein Haus, Auto oder Baby behüten will, könnte das Gegenteil erreichen: Hacker haben in mehreren Ländern - auch in der Schweiz - private und geschäftliche Webcams geknackt und die Aufnahmen live auf eine russische Internetseite gestellt.

Wer mit einer Internet-Kamera sein Haus, Auto oder Baby behüten will, könnte das Gegenteil erreichen: Hacker haben in mehreren Ländern - auch in der Schweiz - private und geschäftliche Webcams geknackt und die Aufnahmen live auf eine russische Internetseite gestellt. Dies wurde bereits vor einigen Wochen bekannt.
Für die Schweiz listete das Portal am Donnerstag 141 Webcams auf. In den USA soll es 4591 Fälle geben, in Frankreich 2059, in den Niederlanden 1576 und in Grossbritannien 500. Die angezapften Geräte reichten von Babyphones mit Videofunktion bis zu professionellen Überwachungskameras von Büros, wie die britische Datenschutzbehörde ICO mitteilte. Sogar das Treiben aus einer Turnhalle in Manchester wurde online übertragen.
Die in Russland betriebene Website nutze die schwachen Sicherheitsvorkehrungen von tausenden Kameras; die Standardeinstellungen für viele System seien online zugänglich, sagte Simon Rice vom ICO. "Das ist eine Bedrohung, die alle von uns betrifft und gegen die wir uns schützen müssen."
Besondere Gefahr laufe, wer sein Eigentum nur von einer Überwachungskamera bewachen lasse und die Bilder selbst aus der Ferne anschaue. Als letzter Ausweg könne es helfen, die Kameralinse einfach abzudecken, wenn sie nicht gebraucht wird, damit sich keine Unbefugten die Aufnahmen anschauen können, riet Rice.
Kaum Aufregendes
In der Schweiz zeigen die auf der russischen Seite aufgelisteten Kameras wenig Spektakuläres: leere Wohnzimmer, verwaiste Gärten, Garagen und Landschaftsaufnahmen, aber auch einzelne Ladengeschäfte und Restaurants. Es handelt sich dabei um Bilder von ungeschützten oder mit voreingestellten Passwörtern gesicherten Kameras. (sda/mim)

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