Bis der Bund die technischen Probleme bei der Impf-Plattform behoben habe, könne sich im Kanton niemand für die Impfung registrieren, teilt das Schwyzer Departement des Inneren mit. Man habe die Anmeldung kurzfristig ausgesetzt, damit der Frust bei den Impfwilligen nicht so gross sei, hiess es beim Kanton auf Anfrage.
Es bestünden offenbar verschiedene Probleme, sagte die Schwyzer Kantonsapothekerin gegenüber der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA'. Vom System seien keine Termine mehr vergeben worden, obwohl solche noch verfügbar gewesen seien, was auf ein Schnittstellenproblem hinweise. Weiter habe ein Link nicht funktioniert, den Registrierte per SMS erhalten hätten. Bei den Terminverschiebungen seien ausserdem Termine gelöscht worden. Der Kanton Schwyz wies darauf hin, dass die vergebenen Impftermine wahrgenommen werden können.
Auch andere Kantone, darunter Zürich, hatten Probleme mit der Software gemeldet. Die Kantone selbst haben keinen Einfluss auf die IT-Lösung. Diese hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beschafft,
Lieferant ist Onedoc. Das BAG erklärte kürzlich gegenüber inside-it.ch, wie
es zum Startdebakel gekommen ist.
Auch Luzern meldet Probleme
Aufgrund der hohen Zugriffszahlen für die Anmeldung zu einem Impf-Termin kam es schweizweit zu einem technischen Problem mit der Datenspeicherkapazität, schreibt auch der Kanton Luzern. Bei Spitzenbelastungen sei ein Teil der medizinischen Daten einiger Nutzerinnen und Nutzer nicht gespeichert worden.
Davon betroffen seien in Luzern 9300 Personen, wovon bis anhin etwa 4000 Personen via SMS mit einem Link kontaktiert worden seien. Dieser führe zu einem Formular, auf dem sie ihre Daten erneut angeben müssen. "In vereinzelten Fällen funktioniert dieser Link beim ersten Aufruf nicht. In diesem Fall wird empfohlen, denselben Link zeitverzögert weitere Male aufzurufen bzw. anzuklicken. In den allermeisten Fällen funktioniert der Link beim zweiten oder dritten Versuch", schreibt der Kanton.
Der SMS-Versand sei kurzzeitig gestoppt worden, um die Funktionalität der Links zu prüfen und den vom Software-Hersteller verfassten Text anzupassen. Die übrigen 5300 Personen sollen im Verlauf der Woche kontaktiert werden.
Update (21.1.2021): Seit dem Nachmittag des 21. Januars kann man sich in Schwyz wieder online für einen Impftermin registrieren. Die technischen Probleme bei der Registrierungsplattform des Bundes konnten behoben werden, teilt die Staatskanzlei mit.