Viele grössere Unternehmen und Behörden speichern und verwalten heutzutage typischerweise Datenemengen irgendwo im Bereich von einem Petabyte, und sehr grosse Konzerne bewegen sich bereits im (niedrigen) zweistelligen Petabytebereich. Ist es da sinnvoll, schon für die Speicherung von Exabytes, also Tausenden von Petabytes an Daten zu planen?
Das US-Unternehmen Cleversafe findet, dass Grossunternehmen und Behörden dies tatsächlich heute schon tun sollten und erklärte letzte Woche, als erster Storage-Spezialist ein System anbieten zu können, mit dem bis zu 10 Exabyte in einem einzigen, aber gleichzeitig geografisch verteilten "Silo" gespeichert werden könnten. Softwareseitig basiert dies auf einem von Cleversafe bereits 2006, damals noch als Open-Source-Projekt, entwickelten objektbasierten System für verteile Speicherung ("Cleversafe Dispersed Storage").
In Hardware gegossen soll das System in Form von "portablen Rechenzentren" (Portable datacenters, PDs) ausgeliefert werden, die sehr schnell an verschiedenen Standorten installiert und zu einem einzigen System zusammengefasst werden können sollen. Jedes PD besteht aus 21 Racks mit insgesamt 189 Storage-Nodes von Cleversafe, die mit je 45 3TB-Festplatten bestückt sind. Ein PD bietet damit etwas über 25 Petabyte-Kapazität. Ein voll ausgebautes 10-Exabyte-System von Cleversafe müsste also aus gegen 400 PDs mit insgesamt 3,33 Millionen (!) Festplatten bestehen. (hjm)