Streik legt Outsourcing-Industrie in Bangalore lahm

13. Februar 2007 um 18:14
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Ein Streit um Wasser

Ein Streit um Wasser
Ein provinzweiter Streik hat gestern das Geschäftsleben in der indischen IT-Metropole Bangalore zum Erliegen gebracht. In Bangalore haben etwa 1'500 Hightech- und Outsourcing-Firmen ihren Sitz, darunter auch sehr bekannte Namen wie Infosys, Wipro, IBM, HP und Accenture. Auch in diesen Firmen wurde gestern gemäss indischen Medienberichten nicht gearbeitet, die meisten planen, ihre Angestellten die "verlorene" Arbeitszeit am nächsten Samstag aufholen zu lassen.
Der Streik wurde in der gesamten Provinz Karnataka ausgerufen, um gegen einen Gerichtsentscheid zu protestieren. In dem Entscheid wurden die Rechte am Wasser des Flusses Cauvery zwischen verschiedenen Provinzen neu aufgeteilt. Der Streit um die Wasserrechte ist schon über 100 Jahre alt, das Thema hat offensichtlich für die Bevölkerung allergrösste Bedeutung.
Insgesamt zog der Staat Karnataka ungefähr 70'000 Sicherheitskräfte zusammen und es gab präventive Verhaftungen. Wie die 'Hindustan Times' gestern berichtete, wurde ein Outsourcing-Zentrum in der Stadtmitte gewaltsam angegriffen, da in ihm gearbeitet wurde. Andere Outsourcer haben ihre Arbeit in Zentren ausserhalb der Provinz verlagert. Der Anführer der ' 'Kannada Rakshana Vedike', einer lokalen, offenbar radikalen Bewegung, sagte gegenüber 'Hindustan Times' einige der ansässigen IT-Firmen zeigten wenig Aufmerksamkeit gegenüber der Sache von Bauern, des Volkes und der Ressourcen. (Christoph Hugenschmidt)
Quellen für diese Story: Hindustan Times, Wikipedia, The Hindu Business Online, India News.

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