Stromausfall bei Toshiba treibt NAND-Flash-Preise weiter nach oben

13. Dezember 2010, 16:39
  • international
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Wegen der Koreakrise Anfang Dezember 2010 ohnehin schon unter Aufwärtsdruck, haben die Spotmarktpreise für NAND-Flash-Speicherchips durch einen Stromausfall bei Toshiba am 8.

Wegen der Koreakrise Anfang Dezember 2010 ohnehin schon unter Aufwärtsdruck, haben die Spotmarktpreise für NAND-Flash-Speicherchips durch einen Stromausfall bei Toshiba am 8. Dezember 2010 weiter angezogen. Laut Industriekreisen in Taiwan sind die Preise für 16-Gigabit- und 32-Gb-Chips unmittelbar nach dem Stromausfall um 3 bis 4 Prozent auf 4,26 US-Dollar respektive 5,18 Dollar das Stück gestiegen. Auch die Spotmarktpreise für NAND-Flash-Chips mit 8 Gb und 64 Gb sind gestiegen, aber längst nicht so stark.
Toshiba ist neben Samsung einer der wichtigsten Lieferanten für NAND-Flash-Chips. Das japanische Unternehmen schätzt, dass der Stromausfall die Monatsproduktion um 10 bis 20 Prozent schmälern wird und die Auswirkungen noch im Januar und Februar 2011 zu spüren sein werden. Legt man Toshibas Stück vom grossen Kuchen zugrunde, würde die globale Produktion durch den Stromausfall um 3,5 bis 7 Prozent einbrechen, zitiert der Newsservice 'Digitimes' wie sooft nicht namentlich genannte Quellen aus Taiwan.
Von Lieferengpässen besonders betroffen sein könnten Smartphones als wichtigste Anwendung für NAND-Flash-Speicher, gefolgt von Solid State Dives und embedded Memory für Tablet-PCs wie etwa Apples iPad. Trotz stark steigender Nachfrage sind in der zweiten Jahreshälfte 2011 allerdings Überkapazitäten zu erwarten, wenn Samsung mit der Produktion in der "Line-16" startet und Toshiba das gleiche in der kurz Fab 5 genannten neuen Fabrik, einem Joint-Venture mit SanDisk, tut.
Ganz im Gegensatz zu NAND-Flash sind die Preise für DDR3-Speicherchips Anfang Dezember weiter im Sturzflug. Die Kontraktpreise für 1-Gb-Chips sind nach erdrutschartigen 13,35 Prozent in der zweiten Novemberhälfte in den ersten anderthalb Wochen des Dezembers laut DRAMeXchange noch einmal um 10,66 Prozent gefallen. Anfang Dezember haben die Durchschnittspreise mit 1,09 Dollar einen neuen Tiefstpunkt erreicht. Die Durchschnittspreise für DDR3-Module mit 2 Gigabyte (GB) sind folglich in den ersten anderthalb Wochen um 9,09 Prozent auf 20 Dollar gesunken. Die Preise für 1Gb-DDR2-Chips haben sich hingegen seit Mitte November kaum verändert und lagen zuletzt bei 1,16 bis 1,28 Dollar das Stück, wodurch sich die Durchschnittspreise für DDR2-Module mit 2 GB bei etwa 22 Dollar halten.
DRAMeXchange war ursprünglich schon davon ausgegangen, dass die Preise für Mainstream-DDR3-Chips mit 1 Gb im vierten Quartal 2010 um 40 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten fallen würden, da die Nachfrage nicht mit dem Angebot Schritt hält. In der ersten Hälfte des kommenden Jahres soll der Abwärtstrend sich fortsetzen. (Klaus Hauptfleisch)

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