Sunrise "beleuchtet" St. Gallen

2. Dezember 2011, 13:16
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Der Telco mietet erstmals von einem Stadtwerk "unbeleuchtete" Glasfasern.

Der Telco mietet erstmals von einem Stadtwerk "unbeleuchtete" Glasfasern.
Die Stadt St. Gallen kann in der langjährigen Geschichte des Schweizer Glasfasernetzbaus in mehrerer Hinsicht Meilensteine setzen. Mit den Sankt Galler Stadtwerken (sgsw) hatte Swisscom im Oktober 2010 den ersten verbindlichen Kooperationsvertrag unterzeichnet).
Sunrise hatte bereits im September 2010 eine entsprechende Absichtserklärung in St. Gallen unterzeichnet. Mit dem nun gestarteten Testbetrieb gingen beide Partner neue Wege, heisst es in einer Mitteilung. Im Rahmen des "Layer 1"-Angebots stellen die sgsw Sunrise durchgehende Glasfaserverbindungen von der Ortszentrale bis zu den Endkunden zur Verfügung. Sunrise stellt die Anbindung der Ortszentrale sicher und investiert in die technische Ausrüstung zum Betrieb der Glasfasern bis in die Haushalte. Im Testbetrieb will Sunrise bis zu 50 ausgewählten St. Galler Haushalten Triple-Play-Angebote (also Fernseh-, Telefon- und Internetdienste) anbieten. Ab dem dritten Quartal 2012 sollen die Angebote auf dem gesamten St. Galler Glasfasernetz vertrieben werden.
Die Stadt St. Gallen will bis 2014 80 Prozent der rund 43'000 Wohnungen und Geschäftsräume mit einem Glasfaseranschluss ausstatten und den flächendeckenden Netzausbau bis 2019 abschliessen. Ein Fünftel des Netzes wird Anfang 2012 fertig gestellt sein. Das St. Galler Glasfasernetz kostet knapp 80 Millionen Franken. Rund 60 Prozent der dazu notwendigen Investitionen sowie der Unterhalts- und Betriebskosten übernimmt Swisscom.
Sunrise macht keine Angaben darüber, wie viel Geld man in St. Gallen investiert. Weitere ähnliche Kooperationen dürften demnächst bekannt gegeben werden, denn Sunrise ist mit diversen anderen Partnern in Verhandlung – "insbesondere mit welchen wir bereits Absichtserklärungen unterzeichnet haben", so Sunrise gegenüber inside-it.ch. Gemeint sind damit etwa die Städte Basel. (mim)

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