T-Systems schrumpft und verliert Geld

7. August 2008 um 11:53
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Der deutsche Mega-Outsourcer T-Systems schrumpfte im deutschen Markt und erzielte wesentlich weniger interne Umsätze mit der deutschen Telekom. Doch der Auftragseingang war gut.

Der deutsche Mega-Outsourcer T-Systems schrumpfte im deutschen Markt und erzielte wesentlich weniger interne Umsätze mit der deutschen Telekom. Doch der Auftragseingang war gut.
Der deutsche Ex-Monopolist Deutsche Telekom, zu der dem auch der in der Schweiz aktive IT-Dienstleister T-Systems gehört, gab heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2008 bekannt.
Wie nicht anders zu erwarten war, schrumpfte T-Systems im deutschen Heimmarkt massiv. Der Umsatz in Deutschland sank um Vergleich zu 2007 um über 13 Prozent auf noch vier Milliarden Euro, die internen Umsätze mit der Firmenmutter reduzierten sich sich sogar um mehr als 17 Prozent. Kein Wunder resultierte bei T-Systems unter dem Strich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Verlust von 65 Millionen Euro. Ein Teil der Umsatzverluste ist auf Umschichtungen innerhalb des Konzerns zurückzuführen.
Grossaufträge aus dem Ausland
Wachsen konnte T-Systems hingegen im Ausland. Hier setzte der Konzern im ersten Halbjahr 1,2 Milliarden Euro um (+ 3,2 %). Besonders stolz ist man bei T-Systems auf einige neue Grossaufträge, darunter Shell, dem südafrikanischen Versicherungskonzern Old Mutual Group, Airbus und Bosch. Insgesamt ist der Auftragseingang bei T-Systems im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 % auf knapp sechseinhalb Milliarden Euro gestiegen.
Der deutsche IT-Dienstleister hat sich bekanntlich diesen März mit dem indischen Offshorerer Cognizant verbündet.
Deutsche Telekom droht mit Entlassungen
Der Gesamtkonzern, die Deutsche Telekom, konnte im Gegensatz zu T-Systems eine Gewinnsteigerung verkünden. Während der Umsatz sank, stieg der Gewinn vor allem wegen Personalabbau auf 1,38 Milliarden Euro. Seit einem Jahr bauten die deutschen "Telefönler" über 11'000 Stellen ab. Das ist aber noch nicht genug: Falls nicht genug Leute kündigten oder sich frühpensionieren liessen, seien auch Entlassungen nicht auszuschliessen, drohte Telekom-Boss René Obermann. So kann man seinem Personal auch Wertschätzung ausdrücken... (Christoph Hugenschmidt)

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